God's own country

New Zealand


 

Dienstag 11.Juni 2013

 

 

Conclusion

 

 

So und nun in meinem wohl letzten Bericht möchte ich liebend gerne mal einen Rückblick meiner Erlebnistour verfassen.

Angefangen hatte ja eigentlich alles vor ein paar Jahren dank meinem Schwesterchen. Ich genoss es sie immer wieder an den verschiedensten Orten zu besuchen und war jedes Mal ein bisschen neidisch.

Amerika, Zermatt, Ravensburg, Schluchsee,… ja und seit diesen Urlauben wollte ich auch unbedingt einmal weg auch für längere Zeit.

Manchmal dachte ich mir hätte ich dies nur schon früher gemacht, jetzt kann ich aber sagen ich glaube es war der perfekte Zeitpunkt.

Dadurch, dass ich länger gewartet hatte und ich meine Reise somit völlig genießen und mich darauf vorbereiten konnte kam das Heimwehgefühl nicht so richtig auf, vor allem nicht in der ersten Zeit und dies machte meinen Start  deutlich leichter.

Anfangs war es für mich trotzdem eine komplett neue Welt, das Backpacker-und das Hostelleben.

Ich hatte immer so meine Zweifel und Fragen:

Wo übernachte ich heute? Kann ich dort meine Kleider waschen? Bekomme ich nen Job? Wie sind denn die Leute die man kennen gelernt hat wirklich so drauf?...

 

Ich habe mich aber schnell mit dieser Lebensart anfreunden können, ich meine ist es nicht schön aufzustehen und zu überlegen was man heute machen möchte? Keine Verpflichtung, keine Termine, nichts nur das tun worauf man Lust hat…

Natürlich kann man so ein Leben auch nicht auf Dauer führen, möchte man wahrscheinlich auch gar nicht, da es mit der Zeit ob man es glaubt oder nicht echt langweilig und anstrengend werden kann.

Ja und deshalb habe ich auch zwischendurch mal wieder arbeiten müssen. Zwar waren die Jobs nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, trotzdem hatte ich eine unglaublich schöne Zeit in der Factory und mit meinen internationalen Mitarbeitern.

Klar nach einer gewissen Arbeitszeit kommt dann wieder die Lust auf s Reisen und das Schöne dabei ist, man genießt es und weiß, dass man sich das alles hart erarbeitet hat…

 

Ja und nun bin ich seit gut ner Woche wieder zu Hause und die meisten meiner Lieben meinten, ich hätte mich nicht arg verändert.

Gut so, denn eigentlich hatte ich etwas Angst davor nach Hause zu kommen und ein total andrer Mensch zu sein, den niemand mehr mag.

Insgeheim weiß aber wohl jeder der einmal so etwas getan hat, dass man sich trotzdem auf irgendeine Art und Weise verändert. Der eine wohl etwas mehr, der andere weniger.

Man wird für viele Dinge offener und lockerer und betrachtet vieles anders.

Man lernt verschiedene Kulturen kennen und akzeptieren weil man auch teilweise mit ihnen leben muss.

Man wächst an sich selbst und sei es bloß, dass man nun keine Hemmungen hat mit Leuten Englisch zu sprechen obwohl man weiß, dass man immer noch Fehler macht.

Es sind teilweise auch kleine Dinge und Momente einer Reise die einen prägen und die einen wohl verändern ohne es selbst zu bemerken.

Man lernt die kleinen Dinge des Lebens kennen und vor allem schätzen und das wohl wichtigste man sieht/fühlt was man zuhause alles an Wertvollem besitzt.

Damit meine ich nicht unbedingt die materielle Dinge, nein vielmehr Familie, Freundschaft, Liebe, Ehrlichkeit, Vertrauen,…

 

Ich hatte in Neuseeland und Australien eine super schöne Zeit und kann es nur jedem weiter empfehlen so etwas zu machen, denn hinterher ist man vielleicht nicht unbedingt ein total andrer Mensch aber man hat viel an Erfahrung gewonnen, eine neue Kultur erlebt und ist auf neue interessante Menschen gestoßen und so etwas ist schon ne Menge wert!

 

Cheers mate!

 

 

 

 

 

 

Mittwoch 05. Juni 2013

 

Überraschung!!

 

 

Ja dieses Wort habe ich in den letzten Tagen nun mehrfach benutzt. Sei es am Schluchsee wo ich einfach mal so bei meiner Schwester in der Wohnung aufgetaucht bin oder in Schnellingen als ich Mama bei der Arbeit fast einen Schock eingejagt habe. Überraschungen sind doch etwas Wunderbares!:) das ist mir ehrlich gesagt schon im Februar/März eingefallen als ich damals spontan meinen Heimflug umgebucht hatte und niemanden davon wissen ließ.

 

So und nun offiziell und für alle die es noch nicht wissen: Ich bin wieder da! Zurück im schönen Schwarzwald! Und ja falls ihr euch auch fragt woher das gute Wetter plötzlich kommt, ich habs im Gepäck mit gebracht, wäre zumindest eine gute Erklärung für meinen übelst schweren Rucksack aber dazu später mehr.

Letzten Mittwoch bin ich glücklich in Frankfurt gelandet und bin somit 3 Wochen früher in Deutschland angekommen als geplant.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlichst entschuldigen für meine letzten Beiträge die haben halt nicht mehr so ganz der Wahrheit entsprochen aber hallo ich musste sicher gehen, dass es eine Überraschung bleibt.

So ich stell nun mal klar:

-Ja ich war in Taupo

-Nein ich habe nicht gearbeitet/gewwooft

-Ja ich habe ein Rugbygame besucht und ja ich habe  wirklich einen Straßenmusikanten angesprochenJ

- Nein ich habe keinen Bus zurück nach Taupo genommen    sondern einen Bus zum Flughafen

 

Also ihr seht viel habe ich nicht gelogen nur meine Wwoofing-Familie war frei erfunden, ich bitte vielmals um Entschuldigung;)

 

Nachdem ich von Australien wieder zurück war, fuhr mein Bus nach Taupo einen Tag später weil ich eigentlich noch einen Skydive zum Abschluss hinlegen wollte.

Aaaber nach 6 Wochen Reisen nimmt man irgendwann nichts mehr auf. Die unbeschreiblich schöne Landschaft, die Leute, die Action war mittlerweile für mich alles Alltag und somit wäre ein Skydive wahrscheinlich in diesem Moment nichts Besonderes für mich mehr gewesen.

Nun gut der Bus war aber bereits gebucht und somit verbrachte ich ein paar kalte Tage in dem wunderschönen Seeörtchen Taupo.

Die restliche Geschichte mit dem Rugbygame etc. kennt ihr ja schon und daran war auch nichts gelogen:)

 

Habe die letzten 3 Tage dann noch in Auckland verbracht in einem riesen Hostel direkt im Zentrum, da ich in der Vergangenheit mal 2gratis Übernachtungen gewonnen hatte und die schließlich noch einlösen musste.

Die Küche war im 7 ten Stock und es gab sogar ne Sauna und Welness…

Ich muss sagen ich hatte schon schlechtere Aussichten beim Frühstücken:)

Ja und meine restlichen Tage verbrachte ich gut gelaunt damit mein Konto zu plündern und Mitbringsel zu kaufen. Ich glaube so viel Souvenir-Shopping habe ich noch nie in meinem Leben betrieben.

Das Geld hatte ich mir ja alles hier verdient und somit konnte ich guten Gewissens die Läden leer kaufen.

Ja und dann als dann endlich, endlich Montag war und ich wirklich meinen letzten Dollar in einen Kaffee investiert hatte, konnte ich beruhigt und mit viel zu schwerem Gepäck den Bus-Shuttle zum Flughafen nehmen.

Dort angekommen habe ich meinen Rucksack sowie mein Handgepäck (welches mittlerweile auch eine große Reisetasche war) probegewogen. Hätte ich lieber nicht getan. Die letzten Shoppingtage hatten sich hier nun deutlich sichtbar gemacht und ließen mich nun bis zum Einchecken ziemlich nervös wirken.

Ich meine Übergepäck konnte ich ja nun nicht mehr zahlen, ich hatte ja keine Dollars mehr…

Als dann am Schalter die Waage 25,3 Kilo anzeigte 1kg mehr als beim probewiegen versuchte ich tapfer weiter die Dame an zu grinsen. Die sagte glücklicherweise gar nichts und ich lief so schnell es ging mit meinem Ticket weiter.

20 Kilo sind normalerweise erlaubt und 40 Euro pro Übergepäckkilo!!!

Da sag ich mal nur Glück gehabt sonst hätte ich wohl ein paar Souvenirs in New Zealand lassen müssen…

 

Tja und wer jetzt denkt das ich nun sorgenlos in den Flieger konnte der irrt sich, denn auch mein Handgepäck war deutlich zu schwer, aber da dachte ich nur hmm Handgepäck das wird doch eh nicht kontrolliert. Falsch!

Ich glaub es lag daran, dass mich meine Reisetasche auf die linke Seite runter zog und man daran erkannte wie schwer die Tasche sein musste, jedenfalls zog mich die Security raus und ich musste meine Tasche auch hier wiegen. 11.9 Kilo! 7 waren erlaubt:)

 

Aber nachdem ich mein Netbook sowie die frisch gekaufte Kamera raus holen durfte, da dies nicht zählt, freu, kam ich auf 7,8 Kilo und alle waren zufrieden. Was keiner wusste: in meiner Netbooktasche waren gefühlte 2 Kilo Kabel, Digicam und 300Gramm Schokoladentafeln auch noch versteckt, kluges Kind! Und ausserdem trug ich 2 Jacken und nen Pulli im Arm und hatte 2 Paar Socken, ne Leggings, Jeans, Top, Sweater, Weste, Pulli und Fleece Jacke an! Puhh nächstes mal wird nicht mehr soviel geshoppt! (bei meinem Hinflug damals aus Frankfurt hatte ich 13 Kilo:)

 

Nach 3,5 Stunden gab es dann nen kurzen Stopp wieder in Sydney wo ich im Duty Free auch meine letzten Aussie-Dollars verbriet. Dann ging es weiter 9 Stunden Flug nach Taiwan. Dort hatte ich 18 Stunden Aufenthalt und konnte leider aufgrund meines großen Handgepäcks die Stadttour nicht mitmachen und musste die Zeit somit am Airport tot schlagen. Ich gönnte mir ein typisch taiwanesisches Essen und wurde dabei misstrauisch von den ganzen Mitarbeitern beäugt. Kann ich doch nicht wissen wie man so etwas isst, bzw. was das alles überhaupt sein sollte…

 

Nach weiteren Stunden, einem fertig gelesenen Buch und einem kurzen Nickerchen war dann doch endlich Boarding-Time und ich fiel müde und kaputt in den wohl bescheuertsten Platz im Flieger. Ich liebe Fensterplätze und irgendwie hatte ich auch einen nur ohne Fenster!! Warum auch immer in dieser Reihe gab es keines und somit saß ich nun beengt in meinem Sitz, hatte kein Ausblick bzw. nur eine weiße Wand und auch keinen Gangplatz, übel aber egal wenigstens ging mein Fernseher.

 

Ja und dann nach 4 Filmen, meinem schrecklichsten Frühstück überhaupt und immer noch keinem Fenster landete unser Riesenflieger im kalten good old Germany!

 

Da mein Zug erst nachmittags fuhr bzw. ich ihn so gebucht hatte, dass ich meine Schwester pünktlich nach Arbeitsende überraschen konnte, musste ich weitere 6 Stunden am Frankfurter Flughafen verbringen.

Alles vorher überlegt wie ich meine Zeit hier rum bekomme machte ich mich auf die Suche nach einer Info und hakte nach wo man Gepäck abgeben, duschen und ein Weißwurstfrühstück bekommen konnte.

 

Auf dem Weg zu Terminal 1 entdeckte ich glücklicherweise auch gleich nen Geldautomat.

Zack,puff,peng und meine Girokarte war weg!! „Bitte wenden sie sich an ihr Kreditinstitut vor Ort. Wir wünschen Ihnen noch einen angenehmen Tag!“

Wie jetzt?

Ok dann wird halt kein Gepäck a

bgegeben, nicht geduscht und kein Weißwurstfrühstück, statt dessen gabs ein verwirrter und erstaunter Gesichtsausdruck und ne Katzenwäsche, sowie nen Kleiderwechsel.

Endlich, endlich konnte ich dann nach weiterem Warten und Leute beobachten in den vollgestopften und verspäteten ICE (Willkommen in Deutschland!)sitzen und in Richtung Schluchsee fahren.

Dort habe ich mich wie bereits erwähnt dank der Vermieterin in Juli´s Wohnung gesetzt und konnte sie nach einem Schock ihrerseits endlich in die Arme schließen! 60 Stunden Reise und ich bin endlich angekommen im Schwarzwald!

 

 

 

 

Sonntag 26.05 2013-05-24

 

Oldie but Goldie

 

Hey ho und liebe Grüße wieder einmal von Auckland!

Wie ihr seht bin ich fleißig und widme meine ganze Zeit und Aufmerksamkeit meinen Berichtchen, den Auckland kenne ich mittlerweile wie man so schön sagt wie meine eigene Westentasche, so kommt es mir zumindest einmal vor und ich weiß sowieso nicht so recht was ich hier noch tun soll.

Damit ich überhaupt erst wieder hierher kommen bzw. ich es mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, habe ich gleich mal am Donnerstag und Freitag ein paar Überstunden eingelegt. Ich bin ja mittlerweile von der Gartenarbeit zum Handwerker aufgestiegen.

Die Mc Leon Familie ist wunderbar und hat zum Glück viel Verständnis.

Aufgrund dessen bin ich am Samstagmorgen mit dem Nakedbus wieder Richtung Norden gefahren. Nakedbus ist eine Buscompany die mir eigentlich nicht weiter auffiel bis Tanja den Namen so witzig fand und ich es mittlerweile auch finde…

Ja nun gut die Busfahrt war der Hammer, nicht wegen den Insassen, nicht wegen dem Namen nein wegen meiner guten Musik.

Ich habe am Abend vorher auf meinem Netbook super tolle Lieder entdeckt. Entweder hat mein lieber Bruder die mal drauf gemacht oder Papa hat die mal drauf machen lassen, keine Ahnung jedenfalls war es gut, danke dafür.

Ich habe nun die liebe lange Busfahrt Schlager vom Feinsten gehört von Chris Roberts über Bata Illic, von Marie Lou bis Michaela aha...mein Tag war gerettet.

Ich hatte die ganze Fahrt über so ein fettes Grinsen auf dem Gesicht und war wohl der fröhlichste Mensch im Bus.

Glücklicherweise konnten die anderen von alledem nichts hören und deshalb war es mir auch egal wenn die mich evtl. etwas schief anschauten.

Als dann auch noch der Busfahrer kam und mir beim Abschied sagte: thank you for travelling naked!  stieg ich mit einem noch größeren Grinsen aus und war einfach nur happy!

 

 

Nachdem Hostel einchecken habe ich mich gleich mal auf die Suche nach einer potenziellen Rugbyspiel –Begleitung gemacht.

Dies stellte sich jedoch schwerer heraus als gedacht. Nachdem ich alle meine Hostelzimmermitbewohner gefragt hatte und die meisten davon aber arbeiten mussten, habe ich einen Straßenmusikanten angesprochen, da ich dachte der hat die Karte auf jeden Fall verdient, leider hatte auch er schon andere Pläne.

Ja und dann hab ich einfach Leute auf der Straße angesprochen und durch Zufall eine Backpackerin getroffen die spontan mit ging. Ratet mal woher? Na klar wie solls auch anderst sein, Deutschland, aber aus Lübeck/Kiel.

Trotz das wir die Regeln nicht ganz verstanden haben (sorry an dieser Stelle, ich wollte euch ja über Regeln etc. aufklären aber da blickt man nicht so durch, die Hauptsache ist wohl: den Ball zu kriegen egal auf welche Art und Weise ob mit Gewalt oder durch Taktik…) und die NZ-Mannschaft verloren hatte, war es ein unvergesslicher Abend mit einzigartiger Stadionatmosphäre und guter Unterhaltung.

Witzig war auch das die Kiwis sich sowas von gefreut haben wenn ein Spieler der Gegnermannschaft, die übrigens aus Australien/Canberra war, voll eine auf die Fresse bekommen hat, ja da haben die Kiwis gestrahlt und alleine das war schon das Geld fürs Ticket wert.

Ein echt toller Abend mit netter Begleitung was will man mehr?

 

 

 

Ja und was mir so beim Schreiben gerade auffällt, ich habe wohl ein paar Punkte in meinen Australienberichten vergessen.

 

 

Punkt 1: ich habe in Australien doch tatsächlich Spinat gekauft. Nicht irgendein Spinat nein  den Aldispinat den ich 2 Monate vorher selbst verpackt habe!! Das wusste ich so genau aufgrund des Verfalldatums. Er war doch erstaunlich gut…

 

 

Punkt 2: ich habe in Australien eine richtige Brezel bei einer deutschen Bäckerei gekauft!

Ich bin fast gestorben vor so viel Freude und da zahlt man dann auch gerne mal umgerechnet 2,40 € dafür.

Ja die Brezel, das ist das Nahrungsmittel welches ich hier am meisten vermisse, klingt vielleicht komisch ist aber so!

 

 

Punkt 3: wir sind unsere unglaublichen 3635,1 km zu 99.1 Prozent barfuß gefahren, ganz zu Ehren meines Homepagetitels. Die restlichen 0.9 Prozent war ich diejenige die schnell während der Fahrt in ihre Ballerinas rein schlüpfte aber nur weil ich dachte das die Polizei uns verfolgte.

 

 

So und nun bei dem Stichwort barfuß ist mir gerade ne Idee gekommen was ich hier in Auckland noch nicht gemacht habe, die Queenstreet barfuß abzulaufen. Selbst bei den kalten Temperaturen dürfte ich da nicht weiter auffallen, es gibt immer noch genug Gleichgesinnte, Wahnsinn das Land der Schuhlosen…

Macht doch einfach mit und läuft zuhause ne Runde barfuß für mich. Ich meine bei euch müsste doch so langsam der Sommer eingetreten sein. Falls nicht dann fühlt mit mir mit…

 

 

 

Mittwoch 22.05.2013

 

Wwoofing

 

G'day,

 

so jetzt bin ich wieder zurück in Neuseeland und was ich als erstes sagen kann: es ist kalt und ich vermisse Andrea!!! Wir hatten eine tolle, witzige Zeit zusammen und plötzlich steht man wieder alleine da, nun ja nicht wirklich alleine...

Ich befinde mich momentan in Taupo oder auch unter Lake Taupo bekannt. Es ist der grösste See Neuseelands und ist eigentlich ein ehemaliger Vulkangrater. Die Gegend ist auch ein  bekanntes Skigebiet bei den NZ-lern...

Schönes Städtchen und tolle Lage meines Wwoofing-Hauses. Ich habe nur 10 Minuten bis in die Stadt.

Ja richtig ihr wisst ja von alledem noch nichts. Also dank Katrin und Steffi habe ich diese tolle Adresse bekommen und werde nun die restlichen Wochen mit Farmarbeit verbringen. Ich muss täglich nur 4 Stunden arbeiten und bekomme dafür Unterkunft und Verpflegung. Hatte heute meinen ersten Arbeitstag und der war ziemlich locker. Musste hier ein bisschen im Garten rum wühlen und dort ein bisschen was zum Müllhaufen bringen und schon war Mittag und meine Arbeitszeit vorüber.

Die Family scheint auch total nett zu sein und so hoffe ich, dass  ich nochmal ein paar schöne letzte Wochen hier habe.

Am Wochenende werde ich nochmal für 2 Tage zurück nach Auckland reisen um meine bereits gekauften Rugbygametickets einzulösen und um ein Punkt meiner NZ-To-Do-List abhaken zu können. Freue mich schon sehr so ein Spiel mal live zu sehen.

Glücklicherweise hat meine Family kein Problem damit, dass ich gleich mal "blau" mache. Werde mir noch spontan eine Begleitung suchen, da ich bereits 2 Tickets gekauft habe, alleine zu gehen wäre ja langweilig.

 

So ihr Lieben nun seid ihr wieder auf dem neusten Stand.

Nach dem Game gibts ein Fazit und Aufklärung über die Rugby Regeln etc.

 

Machts gut und fühlt euch gedrückt Jasi

 

 

 

 

Freitag 17.05.201

 

 

 

Sydney!!!!

nach unglaublichen 3635,1 Kilometern und tausend Mal verfahren sind wir gluecklich und heil in Sydney in unsrem Hostel angekommen.

Ich glaube diese Stadt gefaellt mir, allerdings nur wenn ich das naechte Mal nicht mehr fahren muss. Chaos pur!!

Wir haben gerade unsren Doktor abgegeben und nun gehts los die City erkunden oder wie Andrea so schoen sagte komm gemma ins Staedtle.

Also meine Lieben aufgrund der Groesse (4Millionen Einwohner) und der wenigen Zeit die ich hier habe (fliege Montag schon wieder nach Auckland) werde ich nun diese Travel Agency verlassen und hoffen das mir diese Stadt tatsaechlich gefallen wird eben ohne Auto dafuer  wieder mit schwerem Backpack, der alles andere einem Rucksack vielmehr einem behangenem Muellsack gleicht (mittlerweile platzt er fast aus allen Naehten, ich sollte wohl nicht mehr so viel kaufen) und werde mich wohl wieder back in NZ melden....

 

Kuss Kuss Jasi

 

 

 

 

Mittwoch 15.05.2013

 

Reisealltag

 

Wir und unser Doktor haben nun schon einige Kilometer hinter uns gebracht und so wird es langsam Alltag das traveln mit und im Auto. Zwar ist jeder Tag doch etwas anders trotzdem moechte ich euch grob mal wissen lassen wie so ein Tag bei uns momentan aussieht:

Morgens geweckt durch einen lauten Truckie, da unser Schlafplatz direkt am highway ist, ein Blick auf die Uhr, 7wow haben wir heute lange geschlafen, schnell die Toilette um Zaehne zu putzen nutzen und ueberlegen ob man sich umzieht oder einfach im Schlafi los faehrt, kurzer Blick zu Andrea die wohl das Selbe denkt, Kopfschuetteln und nix wie rein in die Karre den mittlerweile ist es leider nicht mehr ganz so warm wie anfangs, vorallem morgens

die naechste Zeit wird damit verbracht die guenstigste Tanke zu finden um wieder einmal zu tanken, wo geht denn der ganze Sprit hin? Wichtig denn die Tankstellen haben Preisunterschiede von Tag zu Tag bis zu 30 Cent!!

endlich eine guenstige gefunden(zum Glueck sonst waeren wir noch stehen gebleiben, dafuer habe ich ja ein Haendchen...) und schnell noch einen Kaffe to go mitgenommen (das ist unser taeglicher Luxus)

weiter gehts ein Kuestenoertchen ausfindig zu machen um dort eine kostenlose, leider kalte Stranddusche zu ergattern und mal unsren Schlafi zu wechseln, gesucht, gefunden und halb erfroren wieder zurueck zu unserem tollen Doktor...

 

anschliessend wird irgendeine Stadt angeschaut, ein Walk im Regenwald gemacht oder einfach am Strand gechillt, zwischendurch gibt es Cornflakes oder Toastbrot, welches mir schon direkt aus der Hand von einem vorbeifliegenden Vogel geklaut wurde

 

Mueslischalen spuelen? nee wir haben ja noch welche und wir haben ja keine zeit...

 

noch schnell das kostenlose Internet in eines der vielen Travel Agencies mitgenommen und nix wie zurueck zum Auto, wo wir zwischendurch mal wieder unser Liedchen singen können: "alles hat ein Ende nur die Wurst hat 2..." das wird bei jedem Schnapszahlkilometerstand gesungen warum? keine Ahnung:)

 

Naechster Stop ein Mc Donalds, die es hier ja sowieso so zahlreich gibt. Nicht um etwa Essen zu kaufen viiiiel zu teuer nein vielmehr um den kostenlosen Salz und Pfeffer zu ergattern, den brauchen wir nämlich fürs Abendessen.

weiter geht es auf dem Highway wo wir so langsam fuer unsere heutige kostenlose Uebernachtungsmoeglichkeit Ausschau halten.

Eine Rest Area gefunden mit Klo, super und wir haben sogar einmal Glueck und haben Tische und Baenke mit Licht was fuer ein Vorteil mit Licht zu kochen (ueber was fuer Kleinigkeiten man sich so mittlerweile freut...)

 

Anchliessend schaue ich meiner tollen Kochfreundin ueber die Schulter was heute so auf der Menuekarte steht. Nudeln mit Tomatensosse oder Tomatensosse mit Nudeln, ach ne wir haben ja auch noch Reis, also gibt es Reis mit Tomatensosse:)

 

da ich leider nicht KOCHEN kann bleibt der Abwasch halt an mir haengen, im nervigen mini Waschbecken mit dunklem Licht versuche ich, ja versuchen ist das richtige Wort, das Geschirr welches leider schon eingetrocknet ist (scheisse haetten wir doch mal frueher abgespuelt)  sauber zu bekommen und das mit einer Hand(man muss staendig auf dem Wasserhahn bleiben damit ueberhaupt Wasser fliesst)

 

wenn auch dies halbwegs erledigt ist gibt es entweder noch ein Filmchen oder ein Eis an der nahe gelegenen Tankstelle, was soll denn der Geiz?

 

Nachdem wir dann Schokoladen gesaettigt und zufrieden ins Bettchen fallen, bemerken wir fast taeglich das es grade mal 19.00 Uhr ist, egal wir werden morgen sicherlich sowieso wieder frueh geweckt...

 

 

 

 

 

 

Sonntag 12. Mai 2013

 

Dr Smith 

 

Hello again,

 

wir sind nun gerade wieder von unserem 3 taegigen Fraser Island Trip zurueck gekommen und haben gluecklicherweise freies Internet. Der Trip war unbeschreiblich toll, mit viel Natur, tollen Menschen und vielen Dingo's.

Die Tiere leben dort wild und sind somit ein bisschen gefaehrlich vor ein paar Monaten wurde dort ein deutscher von einem angefressen, weil er besoffen in den Hecken lag!!

Uns ist aber nichts passiert und somit war es umso genialer die groesste Sandinsel der Welt zu erkunden.

Wir haben in  kristallklaren Suesswasserseen gebadet und sind mit einem 4 WD Auto die ganze Zeit im Sand und im Dschungel rum geduest bzw. durften/mussten die ganze Zeit selbst fahren.

War echt ne coole Erfahrung...

 

Ja aber jetzt erst mal zu unserem Dr. Smith.

So heisst naemlich unser genialer Campervan den wir gluecklicherweise gemietet haben und wir echt froh darueber sind.

Haben unser Auto in Cairns vor 2 Wochen abgeholt und ich konnte mich gleich mal ueber das Modell freuen: ein neuer-alter Panzer! Tatsache so einer wie wir auch mal zuhause hatten(an alle die das Auto nicht kannten, Panzer war nur der Spitzname und ist perfekt fuer so ne Tour)

Wir sind dann gleich mal los gefahren um am ersten Tag den Regenwald zu erkunden und eine kleine 1. Mai Wanderung zu machen. Anschliessend ging es weiter den Highway runter suedlich wo wir dann auch schon den ersten Free Campingplatz direkt am HW ansteuerten. 

Was wir nicht wussten, da es ja schon dunkel war, dass hier ein 12 ft Krokodil ebenfalls lebt.

Gesehen haben wir es leider oder auch glueklicherweise nicht wir haben nur den Stories der Kaffefrau am Morgen danach gelauscht.

Unser 2ter Campground war auch nicht besser. Hier lebten Eidechsen,Kroeten und so manch anderes Getier, aber was solls wir sind nun mal in Australien.

Die naechsten Tage haben wir so gut wie nur im Auto verbracht und hier und da wieder etwas angeschaut. Unser Zeitplan ist echt stramm da wir nur 17 Tage bis Sydney haben, da ich mich wie so oft im Vorraus nicht wirklich informiert hatte und nach Lust und Laune meine Fluege gebucht hatte:)

Naja jetzt muessen wir halt unsere Zeit mit Kilometern abfahren verstreichen(500 km am Tag oder so!!)

Wir waren aber auch schon auf Whitesundays und haben dort ne 2 taegige Segeltour gemacht mit der komischsten Crew die es wohl auf diesem Planeten  gibt: der Kapitaen war etwas aelter und staendig von allen Backpackern genervt und die 2 Lockenkoepfe waren dauerhaft bekifft oder von Natur aus sehr merkwuerdig.

Interessant und lustig war es trotzdem, da wir wieder schnorcheln waren und sogar auf dem Boot uebernachten konnten und das Essen einfach koestlich war.

Ja und nach dieser Tour ging es weiter Kilometer fuer Kilometer bis wir hier in Rainbow Beach am Donnerstag ankamen (siehe letzter Beitrag)

 

So und da wir ja Andrea und Jasmin heissen und bei uns alles chaotisch ist und auch keine Zeit haben, werden wir in ein paar Minuten wieder unseren Dr.Smith quaelen und die naechsten tausend Kilometer voll fahren. Wenn wir Glueck haben ergattern wir uns noch eine FreeShower und unser Tag ist gerettet.

 

Heut ist nicht alle Tage ich komme wieder keine Frage

 

 

 

 

Donnerstag 09. Mai

 

Verplant & Chaos pur!

 

Halloechen ihr lieben Zuhause!!

 

da ich kaum Zeit habe weil ich so schlau war und 5 mal mein Passwort fuer diese HP Bearbeitung falsch eingegeben habe und es somit fuer ne halbe Stunde gesperrt war, habe ich noch genau 10 Minuten Internet bevor der Laden hier schliesst.

Ich moechte euch nur schnell wissen lassen, dass es uns super geht und unser Trip bisher total witzig aber auch etwas chaotisch ist.

Ich bin jetzt einfach mal so frech und faul und gib euch Andrea's Blogadresse durch (natuerlich mit Ihrer Erlaubnis), weil sie wohl etwas fleissiger und nicht so PW vergesslich ist als ich.

Ich versprech euch mein naechster Eintrag wird etwas interessanter und wohl auch laenger!!

Machts gut und bis bald

 

Andrea's Blog

 

 

 

Mittwoch 01.Mai 2013

 

Die Aussies

 

Jetzt habe ich doch endlich einmal etwas Zeit gefunden um wieder ein Berichtchen zu schreiben, entschuldigt das ich mich so wenig melde aber das liegt eben am Reisen.

Ja ich bin nun in Cairns, Australien und werde in ein paar Stunden unseren tollen gemieteten Campervan gemeinsam mit Andrea abholen.

Aber jetzt erst mal von Anfang an.

 

Tanja und ich haben unsere Bustour in Neuseeland fortgesetzt und haben den genialen Milford Sound besichtigt und sind weiter zum höchsten Berg NZ’s, den Mount Cook. Leider konnten wir diesen nur verschleiert hinter den Wolken erahnen(wir hatten generell nicht wirklich Glück mit dem Wetter)

Anschließend ging es nach Christchurch. In strömenden Regen und Kälte hatten wir die übrig gebliebene Stadt besichtigt. Wirklich interessant aber auch etwas gruselig wie es dort aussah. Im Februar 2011 war dort ein heftiges Erdbeben und das hat definitiv Spuren hinter lassen. Man meint das Erdbeben wäre vor einer Woche passiert dabei ist es eben schon 2 Jahre her. Für mich ein sehr interessantes Erlebnis so etwas einmal anzusehen.

Ab Christchurch ging unser Flieger nach Wellington und dann sind wir Stück für Stück wieder Richtung Auckland gefahren.

Ein Zwischenstopp war der Tongariro National Park wo ich schon einmal das geniale Alpine Crossing machen wollte, leider war wieder schlechtes Wetter und wir konnten wieder nicht die Tour machen.

Stattdessen waren wir Black Water Raften in Waitomo. Wahnsinn!! Wir sind mit einem Reifen in einer Höhle im Wasser rum gerutscht und Wasserfälle hinunter gesprungen und wir haben sogar Glühwürmchen gesehen. Es war ein superschöner Tag und ein geniales Erlebnis.

Ja und dann waren schon bald die 3 Wochen vorüber und ich musste mich schweren Herzens von der lieben Tanja und meinem Cityroller verabschieden.

Tani falls du das lesen solltest, vielen lieben Dank für die tolle Zeit und nächstes Mal gehen wir nicht mehr am Abend vor einem 24 Stunden Flug feiern, versprochen:)

 

Mein Flug ging dann am nächsten Tag(ohne Kater) nach Cairns, wo ich mich dann glücklicherweise mit Andrea getroffen habe und es endlich wieder einmal richtig warm war.

Auch Katrin und Steffi von NZ sind gerade hier und somit hat es auch geklappt sich wiederzusehen.

Wir waren hier schon schnorcheln am Great Barrier Reef, leider wieder bei etwas schlechten Wetterbediengungen. Diese haben sich bei Andrea auf dem Boot spürbar gemacht:) war aber alles in allem ein genialer Tag.

Ja und nun sitze ich hier in einem GIRLS-Hostel!! Und warte bis wir endlich unser Auto abholen können…

 

Machts gut ihr Lieben und viele Grüsse aus dem heissen Cairns!

 

 

 

 

 

Mittwoch 17. April 2013

 

Sprung ins kalte Wasser

 

 

Entscheidung steht wir springen, nur worunter? Von der Brücke, 43 Meter (welterster Bungysprungort) oder gleich vom höchsten Neuseelands 134Meter??

Doch erstmal ganz von vorne.

 

Unser Trip startete etwas mit Anfangsschwierigkeiten. Letzte Woche Montag konnte ich endlich meine liebe Tanja nach 5 Monaten wieder in die Arme nehmen, als sie endlich mit der Fähre in Picton ankam. Das Problem: ohne Gepäck!!

Aufgrund technischer Probleme hatte sie einen Notfallstopp in Melbourne und musste den Flieger wechseln. Ja in Auckland dann angekommen war der Rucksack noch in Melbourne aber der Bus zur Weiterreise schon gebucht.

Spontan und locker wie sie ja so drauf ist, ist sie einfach ohne Rucksack los in der Hoffnung er kommt irgendwann nach.

Irgendwann war dann am Donnerstag als wir bereits mit unserem Bus in den Abel Tasman National Park weitergereist sind. Haben dort 2 wunderschöne Tage mit genialem Wetter und Kajaken verbracht und uns leider von den lästigen Sandfliegen ärgern lassen.

Anschliessend ging es in die Geisterstadt Blackball in der wir in einem horrorfilmhostel übernachtet haben. Der Abend war echt lustig weil unsre ganze Bustruppe sich verkleidet hatte und wir viele Spiele machten.

Am nächsten Tag stand der bekannte Franz-Josef Gletscher auf dem Programm. Da wir unser Geld für Queenstown sparten gab es leider keinen Heliflug sondern nur nen Horsetrek und die genialen Hot Pools.

Unser weiteres Ziel war Wanaka, eine Stadt die uns auf Anhieb gefiel.

Nach gefühlten 1000 Fotostops ging es über einen kurzen Aufenthalt in Arrowtown, einer Goldgräber-Westerstadt, endlich nach Queenstown.

 

Dann stand nach reichlicher Überlegung fest 8,35 Sekunden freier Fall vom 134 Meter hohen Nevis-Cannyon!

Auf dieses geniale Erlebnis gab es erstmal selbstgemachtes Wienerle im Brotteig und en Bier!!

 

 

 

 

Sonntag 07.201

 

Work  & Travel

 

 

Endlich geht das Reisen wieder los. Ich bin gerade am Packen und freue mich schon riesig die Nuss aus Deutschland zu treffenJ jetzt kommt die doch erst am Montag an, man, man, man das gibt so ein Trip!

 

Werde aber trotzdem heute schon den Bus nach Picton nehmen, da ich bereits unser Hostel gebucht habe, dank Tanja!!

 

Ansonsten kann ich noch berichten, dass ich gestern auf einer Bad Taste Party in meinem letzten Hostel war und danach den Abend nochmal schön im Loft hier, also dem Club verbracht habe.

 

Blenheim war eine sehr schöne Zeit an die ich mich gerne zurück erinnere aber hallo jetzt beginnt erst wieder das Aufregende!

 

 

Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Kultur und Reisen.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

 

 

Samstag 06. April 2013

 

Abschied mit Spinatproblemen

 

Ich bin nun endlich wieder ein freier Mensch! Gestern hatte ich doch tatsächlich meinen letzten Arbeitstag bei Talley’s und siehe da ich kam klatschnass zu Hause an. Diesmal waren es keine Koreaner sondern ein Kiwi selbst der mir meine Abschiedsdusche per Wasserschlauch verpasste. Aber das war völlig ok ich meine ich war ja darauf vorbereitet.

 

Die letzten Tage in der Spinatabteilung waren ganz lustig. Wir hatten ein neues Mädel aus Deutschland bekommen, jetzt ratet mal woher?

 

Echt Wahnsinn wenn man bedenkt man fliegt um die ganze Welt und trifft ständig auf Leute vom Schwarzwald! Sie kommt vom Hard!

 

Ja und mein Halbschwabe oder dem Dialekt zu urteilen mein Schwabe hier hat mich doch gut unterhalten. Da war es doch schon ganz lustig wenn sie als eine betagte Dame die neben ihr saß mit „alte Schrulle“ bezeichnete oder sich über den schlechten Spinat aufregte…

Ja der schlechte rubbish Spinat, den hatten wir öfters und weil man sich ja so beeilen musste bzw. wir einfach zu wenige Leute waren hat man teilweise einfach Müll in die Boxen rein geworfen. Der Schwabe war super gut darin und eines Tages als eine Box nicht richtig verklebt wurde kamen auf einmal nur 5 statt 6 Würfel raus. Tipp an alle: kauft keinen Spinat in Australien bei Aldi von der Logan Farm!!! Ich möchte wirklich nicht wissen was da manchmal so alles drinnen ist…

 

Teilweise waren unsere Spinatboxen aber auch untergewichtig also 250 Gramm hätten drin sein sollten aber es waren einfach zu wenig bzw. zu kleine Würfel drinnen und als es dies eines Tages hieß meinte mein Schwabe nur: was isch  au des für ne Scheisse jetzt muss ma au no de Durchmesser vo dem Spinatwürfel abschätze so ebbs blöds aber au!

 

Unsere  Supervisorin verstand ja zum Glück von alledem nichts, die grinste dann immer nur, ebenfalls wie ich…

 

 

 

Unverschämte Holländer

 

 

Von meiner tollen Mitfahrgelegenheit hatte ich euch ja bereits berichtet. Die Geschichte war da aber noch nicht zu Ende…

Ich fuhr ja immer mit diesem komischen Kauz und seiner Frau in die Factory gemeinsam mit 2 Koreaner-Mädels.

Als eines Tages seine Frau sich den Fuß verstauchte und nicht mehr arbeitete bot der Kauz, der übrigens ursprünglich aus Holland kommt, uns an weiterhin in die Firma zu fahren. Nett dachten wir alle, aber klar wenn man ja sonst nichts zu tun hat, ich meine genug Geld bekommen also abgezockt hat er uns allemal.

 

Ja nun gut ich habe ständig seinen Wecker gespielt, irgendwelchen Leuten die bei ihm im Haus wohnten Hallo gesagt, da sie den gleichen Namen wie ich hatten(!?) und war sonst immer freundlich zu ihm bzw. zahlte ihm teilweise 1-2 Dollar mehr, da er mich von meinem Haus immer abholte und heim fuhr. Schön und gut unsympathisch war er uns allen immer noch.

 

Eines  Tages holte er uns wieder ab und aus irgendeinem Grund fing er an zu schreien und  fragte mich weshalb er dies überhaupt machte und die Koreaner ihm ruhig mal etwas koreanisches zu Essen mitbringen könnten(?) bzw. wir ihm einmal danke sagen können(was wir alle 3 täglich 2 oder 3 fach machten).

 

Er meinte morgen fährt er nicht mehr er sei zu müde!!!(er macht ja überhaupt nichts den lieben langen Tag)

Da bekam ich dann zu viel und gab contra. Ich sagte ihm, dass er dies freiwillig anbot, wir ihm ein Haufen Geld dafür bezahlen und uns täglich bei ihm bedanken. Ich erzählte ihm auch von meinem extra Geld wo ich ihm gab. Davon wusste er nichts mehr, aber klar wenn er einem 4 mal am Tag die gleiche Story erzählte vergaß er wohl so einiges… unfair fand ich es auch, da wir überhaupt keine andre Möglichkeit wussten um am nächsten Tag in die Firma zu kommen und bis Ende der Woche hatten wir auch schon bezahlt, klar wir mussten ja im Voraus bezahlen!!

 

Die letzten Tage bin ich nun mit dem Schwabe und ihrer Freundin mit gefahren für grade mal halb so viel Geld und wesentlich lustigerer Unterhaltung!!

 

Eins habe ich nun gelernt: man sollte sich wohl manchmal doch auf sein erstes Bauchgefühl verlassen und holländische Weirdos meiden!!

 

Gestern grüßte ich ihn dann als ich ihn nochmal gesehen hatte, was kam zurück?

Nichts, nur ein mieser Blick!! Arschi dachte ich aber gleichzeitig war mir dies auch egal und konnte nur darüber lachen denn ich hatte bestimmt nichts falsch gemacht!

 

 

 

Sonntag 24. März 13

 

 

Zukunftspläne

 

 

In diesem Berichtchen  möchte ich euch mal erläutern wie es hier bei mir in Down Under so weiter gehen soll.

 

Ja als erstes sei mal gesagt ich arbeite genau noch 2 weitere Wochen in der Spinach Abteilung und werde Blenheim am 07. April verlassen um nach Picton zu fahren und meine liebe Freundin aus Deutschland, die Tanja dort abzuholen( in der Hoffnung das sie da auch wirklich ankommt;))

 

Die darauf folgenden 3 Wochen werde ich gemeinsam mit Tanja im Stray-Bus die Südinsel erkunden. Wir starten im Abel-Tasman National Park und dann geht’s die Westküste runter nach Franz-Josef-MildfordSound-Queenstown-Christchurch und wieder hoch nach Kaikoura-Picton…

 

Werde dann auch mit ihr wieder auf die Nordinsel mit der Fähre fahren in der Hoffnung das wir noch Zeit für das Tongariro Alpine Crossing haben. Am 28. April geht’s für die Tanja wieder nach Hause und für mich nach Australien. Wir fliegen beide ab Auckland aus.

 

Ich lande in Cairns und werde in 3 Wochen die Ostküste abklappern, wahrscheinlich mit dem Greyhound Bus. Zurück geht’s dann am 20 Mai von Sydney nach Auckland.

Ja und jetzt haltet euch fest, ich habe auch hier eine Reisebegleitung. Die liebe Andrea, mit der ich gemeinsam Fachhochschulreife gemacht habe, verweilt auch gerade in Australien und da sie genau so spontan ist wie ich und ebenfalls keine Pläne hat reisen wir nun gemeinsam!!

 

Ja und dann back in NZ habe ich noch gut 3 Wochen in denen ich nochmal wwoofen möchte, bevor es dann letztendlich ganz nach Hause geht.

 

Ja und da stellt sich die große Frage wie geht es dann weiter?

Studium? Ausbildung?

 

Da ich leider sämtliche Bewerbungsgespräche aufgrund meines NZ-Aufenthalts verpasst habe wird es wahrscheinlich auf ein Studium herauslaufen oder ich überbrücke ein weiteres Jahr. Wir werden sehen und eventuell habe ich ja vielleicht auch mal Glück und jemand sagt spontan ab!!

Wie gesagt irgendetwas ergibt sich doch immerJ

 

 

So meine Lieben nun habe ich mal wieder berichtet und kann nun guten Gewissens ins Schwimmbad hier gehen, so allmählich tritt der Winter ein, leider…

 

 

Liebste Grüße Jasi

 

PS: gestern hatten wir ein Ammoniak-Leck in der Gefrierabteilung  unserer Firma, das war mal aufregend alle wurden“evakuiert“…

 

 

 

Samstag  16. März 2013

 

 

Lang, lang ist’s her…

 

Huiuiui seit meinem letzten Eintrag sind ja wieder einige Tage vergangen. In letzter Zeit war alles etwas stressig bzw. ist einiges passiert und so hatte ich leider nicht eher Zeit gefunden um hier was zu schreiben. Aber nun mal zurück zu meinem letzten Beitrag und Eurem Standpunkt.

 

 

Ja ich bin umgezogen in dieses tolle Haus hier und habe seit langem mal wieder eine richtige Dusche  ( unter richtiger Dusche versteht sich keine Hosteldusche, bei der man alle 30 Sekunden auf ein Knopf drücken muss damit ein paar Tröpfchen Wasser erscheinen die dann entweder viel zu heiss oder so kalt sind, dass man sich über einen Sonnenbrand riesig freut der einen nach dem Duschen wieder aufheizt,…)

 

Damit ich das Hostel aber überhaupt verlassen konnte, musste ich meinen Job kündigen. Der Hostelmanager hatte mir den Job besorgt und im Vertrag steht das ich so lange ich arbeite bei ihm im Hostel wohnen muss. Ja so habe ich nun vor 2 Wochen meinen Musselpackingjob an den Nagel gehängt, die Nachtschicht ging mir so langsam sowieso auf den Keks und die letzten Tage war ich Mädchen für alles oder anders formuliert DVD (Depp vom Dienst!)

2 Stunden Mussel Openeing danach Packing und oder Grading, also schlechte Muscheln aussortieren.  Abwechslung ist ja ganz gut wäre es da einmal nicht so kalt und dann wieder heiß etc. ich wusste letztendlich überhaupt nicht mehr was ich anziehen sollte…

Deshalb war ich ganz froh am Freitag, den 1. März meinen letzten Musseljobtag gehabt zu haben und da hiess es dann:

 

 

Einmal Wasserschlacht koreanischer Art zum mitnehmen, bitte!!

 

 

Bei Talley’s, also meiner Firma ist es Brauch wenn jemand geht das man nass wird egal auf welche Art und Weise. Sei es der Swimming Pool den wir vor der Kantine haben, sei es ein Eimer Wasser über den Kopf oder eben wie bei mir mit einer Wasserschlacht.

 

Meine 2 Koreaner Mädels, die ich mittlerweile sehr ins Herz geschlossen habe, hatten mich schon Tage vorher gewarnt und rieten mir Wechselkleidung mit zu nehmen. Ich war ja schon einige Scherze von den Arbeitskollegen gewohnt, wie z. B. gefrorenes Eis in die Gummistiefel zu stecken,  mich mit Muscheln zu bewerfen,…

 

Ja und als es dann schließlich Putzzeit war ging der ganze Spaß los. Eine Horde Koreanern mit Wasserschläuchen bewaffnet kamen auf mich zu und alles was ich hatte war ein Eimerchen Wasser zur Verteidigung. Wie ich nach dieser Aktion aussah könnt ihr euch wohl denken. Spaß hats auf jeden Fall gemacht.

 

 

So hatte ich  nun meinen letzten Arbeitstag am Freitag und ging gleich am nächsten Tag erneut auf Jobsuche.

 

Ich bewarb mich bei Kentucky Fried Chicken und beim Supermarkt New World, da diese gerade Leute suchten. Zur Antwort bekam ich nur, dass ich einen Anruf bekäme falls sie mich wollen, wann keine Ahnung…

 

So verbrachte ich 2 langweilige Tage ohne Arbeit und beschloss am 3. erneut in meiner alten Factory für einen dayschiftjob anzufragen. Gesagt getan und siehe da ich bin nun ein Veggiegirl!!

Talley’s  verarbeitet nicht nur Bohnen und Muscheln nein, nein die haben auch Karotten, Spinat, Erbsen, Kartoffeln, Paprika etc.

 

 

Popeye und seine Olivia

 

 

Habe dann gleich am Mittwoch wieder anfangen können zu arbeiten und war echt happy darüber da es sonst richtig langweilig hier ist.

 

Die ersten 4 Tage war ich beim Veggiepacking. Ich stand am Fliessband und es schossen Pommes, Bohnen, Mixed Gemüse und anderes Zeug an mir durch und meine Aufgabe war es den Rubbish, Müll auszusortieren. Vergleichbar und schade irgendwie wie im echten Leben. Sieht etwas nicht “normal“  aus oder hat es eine andere Form, Farbe etc. ist es Müll bzw. nicht so hochwertig. So fängt der Mensch schon beim Gemüse an und es geht über aufs reale Leben, dass man Menschen, Dinge ausgrenzt aufgrund ihres Aussehens etc.

 

Viel zu viel Essen wird meiner Meinung nach weg geschmissen was eigentlich gut ist nur eben nicht ganz normal aussieht, aber nunja.

 

Am 5 Tag haben sie mich dann in die Spinatabteilung gesteckt, da sich eine andere mit dem Supervisor( die Abteilungsverantwortlichen) nicht verstanden hat, ich sag ja Mädchen für alles…

Ich bin ganz glücklich damit, da wir nur 4 Leute sind und es echt witzig ist.

 

Meine Aufgabe besteht nun daraus,  6 Spinatwürfel vom Fließband zu nehmen und es in eine Box zu WERFEN! Ja ich werfe den ganzen lieben langen Tag mit Spinat um mich. Entweder ist es Müll dann fliegt das ganze hinter mich in Kübel oder halt in die Verpackungsbox auf dem anderen Fließband. Ihr könnt euch  sicher vorstellen, dass man das ein oder andere Mal nicht trifft und somit überall Spinat herum liegt;-)

 

Das Ganze erinnert mich sehr an Popeye, aufgrund des ganzen Spinach!!! Aber was solls es gibt nun mal Geld dafür. Ach ja ich arbeite hier in der 12 Stunden Schicht echt lange aber wie gesagt das Geld ist gut und außerdem habe ich sowieso nur noch 3 Wochen.

So viel erst mal zu meiner Arbeit…

 

 

Abschied mit nem Gläschen Münchner Hofbräu

 

 

Als David vor 2 Wochen ging, da seine Eltern ihn hier besuchten war dies schon ungewöhnlich, als dann aber letzte Woche die 2 Mädels auch  noch abreisten war und ist das echt komisch. Man hat hier doch einige Zeit zusammen verbracht und sich echt lieb gewonnen. Wir hatten echt viel zu lachen aber man konnte auch über ernste Dinge super mit ihnen reden.

 

Bevor die Mädels gingen waren wir mit ein paar anderen Leuten noch im deutschen Restaurant hier. Sowas von gut!!! Zigeunerschnitzel mit Spätzle und Sauerkraut und dazu ein Glas Münchner Hofbräu yummiJ Dies war übrigens mein erster Restaurantbesuch hier in Neuseeland (zur Anmerkung hier: Mami ich vermiss unser spontanes Essen gehen ganz arg!!)

 

Ja und dann war da noch die Pizza Party in unserem Haus am allerletzten Tag der 2

 Es waren wieder ein paar Leute da und wir hatten nochmal viel Spaß zusammen

Traurig war es dann allemal als sie dann letztendlich abgereist sind.  Aber ich sehe sie ja wieder in Australien( habe ja noch gar nicht berichtet das ich noch nach Australien gehen werde, aber dazu später mehr…)

 

Ja nun sind sie schon über eine Woche weg und ich bin wieder allein. Nein nicht allein ich kenne hier ja mittlerweile einige Leute von Hostel1, Hostel2 und auch der Factory. (ich bin hier schon viel zu lange, es grüßen mich teilweise Personen schon auf der Straße!!)

Ja und da David und somit auch meine Mitfahrgelegenheit zur Arbeit gegangen sind musste ich mich auf die Suche nach einer neuen machen…

 

 

Die gekaufte Chinesenfrau und der Weirdo (was das genau heißt könnt ihr bei ww.leo.org übersetzen…)

 

 

Ab und zu habe ich echt so den Drang merkwürdige Leute an mich zu ziehen.

Ich habe nun ein paar meiner neuen Mitarbeiter gefragt ob sie ein Plätzchen für mich im Auto frei hätten, doch die meisten leben in einer anderen Stadt etc. so bin ich nun durch Zufall auf eine Chinesin gestoßen der ich mit Händen und Füssen erklärte ob ich mit ihr mitfahren könnte. Als sie mir dann letztendlich ein Zimmer in ihrem Haus anbot gab ich auf. Doch nach der Arbeit wartete sie auf mich und sagte nur die ganze Zeit my husband, my husband… ich lief ihr hinterher und war froh das ihr Ehemann sie abholte und der besseres Englisch sprach.

 

Ja und nun fahre ich mit diesen beiden Menschen zur Arbeit hin und zurück, mag ja alles recht und gut sein wäre da nicht die etwas komische Art des husbands. Er schickt seine Frau erst mal zum Arbeiten während er den lieben langen Tag nichts tut!

 

Seine Frau spricht fast kein Englisch und so kommt mir die ganze Sache etwas merkwürdig vor, als wäre die Frau aus China gekauft worden,…nun ja nicht vorurteilen…

 

Am 2 Heimfahrtag musste ich mir denen ihr Haus ansehen einfach nur so, ich meine ich habe ja nichts gegen Häuser besichtigen, ganz im Gegenteil wenn man dann aber letztendlich nach 12 stündiger Arbeit einfach platt ist und ne Stunde lang in Chinesen-Englisch erklärt bekommt wie man Stoffblumen aus Strumpfhosen bastelt dann sollte ich solche Hausbesichtigungen doch eher ablehnen!!

 

Zum ersten Mal hier hatte ich auch richtig Angst, als er seine Frau zuhause absetzte mit mir in die falsche Richtung, also nicht zu meinem Haus fuhr und ich ganz alleine in seinem Auto saß, da ist mir so alles Mögliche durch den Kopf gegangen. Von er bringt mich um über ich werde gekidnappt… letztendlich  fuhr er nur zur Tankstelle und anschließend brachte er mich nach Hause, alles in Ordnung also…

 

ja und mittlerweile werde ich auch halb gestalkt von dem Typ er holt mich jetzt immer bei mir am Haus ab ohne Vorwarnung und ich muss morgens den Wecker für ihn spielen damit er nicht verschläft: er bekommt jeden Morgen um 5 nen Anruf von mir!!!

Und ansonsten bleibt noch zu sagen, dass er gar kein Vertrauen in einen hat. Montagmorgen erster Satz: Wo ist mein Geld??

 

Mittlerweile geht mir das ganze Gelabber im Auto auch nicht mehr so auf den Zeiger wie am Anfang und an seine komische Art gewöhnt man sich auch nur noch 2 weitere Wochen danke…

 

 

 

 

 

 

Mittwoch 27. Februar

 

Ein Stückchen Heimat

 

Heute war ein guter Tag, ein sehr guter sogar.

Ich bin endlich aus meinem Hostel ausgezogen und wohne jetzt im Luxushaus gemeinsam mit Steffi, Katrin und David im Zimmer. 90 Dollar mit kostenloser Waschmaschine und Internet und dazu ist es noch echt sauber und total neu.

Die Eigentümer sind ein Pärchen aus Brasilien und haben genug Platz um noch ein paar Zimmer in diesem großen Haus zu vermieten. Außerdem leben hier momentan grade noch 2 weitere Pärchen sowie 2 Chihuahuas.

 

Ja und dann was mich sehr, sehr gefreut hat, hatte ich heute doch tatsächlich Besuch von der Heimat! Mein netter ehemaliger Juniorchef mit Frau ist gerade in Neuseeland und bereist mit einem Karavan die beiden Inseln und so hat es doch tatsächlich geklappt sich zu treffen. Leider hatte ich nicht ganz so viel Zeit, da ich wieder Nachtschicht hatte und somit wieder arbeiten musste, aber trotzdem war es sehr schön und tat sehr gut jemand bekanntes getroffen zu haben.

Die beiden haben ja schon mega viel erlebt und konnten mir somit einiges berichten. Ein richtig toller Tag hier in NZ!

 

Auch ein Stückchen Heimat war der Käsespätzle-Verkleidungssamstag. Wir Mädels haben Spätzle geschabt und unsere Hausmitbewohner eingeladen und da wir ja Fasend verpasst hatten gab es ne After-carnevals-party. Ein richtig, richtig lustiger Abend mit zwar etwas zu grob aber doch leckeren Spätzle im Piratenkostüm!!!

 

 

 

Donnerstag 21. Februar

 

Dschässmin und die Rollergang…

 

…wohl eher Dschässmin ist die Rollergang und somit darf der Esel sich auch zuerst nennen.

Wie bereits mit 16 darf ich mich wieder als Rollergangmitglied bezeichnen. Ihr habt richtig gehört ich besitze einen Roller, keinen echten natürlich nur einen kleinen Cityroller in Pink!  (ich kann meine Vespa zuhause ja nicht eifersüchtig machen…)

Habe ihn mir letzte Woche spontan im Einkaufsmarkt gekauft und bin super glücklich damit.

Ich spare somit sehr viel Zeit ein um einkaufen zu gehen oder meine NZ-Familie zu besuchen.

Anfangs hat es mich beinahe ein paar Mal hin gelegt, da ich so ein Ding schon gut 10 Jahre nicht mehr gefahren bin, aber mittlerweile klappt’s ganz gut und da stört es mich auch nicht wenn 20 Asiaten lachend vor einem stehen wenn ich um die Hausecke des Hostels gedüst komme. Letztendlich wollte dann doch jeder mal ne Runde damit drehen…

 

Ja und weil der Titel des Eintrags hier schon mal meinen Namen trägt will ich euch zuhause nun mal berichten was ich so nach gut der Hälfte der Zeit meines Trips gelernt habe, fühle, etc.

 

Als erstes lässt sich sagen man lernt Dinge und Kleinigkeiten zu schätzen. Was man bisher als selbstverständlich angesehen hat ist  hier teilweise echter Luxus. Alleine schon wenn man sich einen Apfelsaft oder ein Müsli gönnt! Ja ihr habt richtig gehört das ist Luxus für mich.

Aber nicht nur Nahrung sondern vor allem und das ist das Wichtigste man lernt es zu schätzen was man eigentlich alles Wertvolle besitzt  wie  Freunde, Familie, Kollegen,…

Man hat doch ständig jemanden zuhause den man anrufen und sich mit einem treffen kann wenn es einem nicht gut geht. Ich bemerke dies hier sehr wie wunderbar so etwas ist, da man ja doch auf viele, viele Leute bei so einem Trip stößt und man bemerkt das viel oberflächlich ist und vieles nicht ernst gemeint bzw. nur von Vorteilen anderer aus gemacht wird.

 

Andererseits aber und so kann es auch sein, dass man auf Menschen trifft und meint man kennt sich schon sein ganzes Leben. So wie bei Steffi und Katrin. Die beiden sind so toll und wir verstehen uns echt gut.

 

Was ich auch hier gelernt habe ist die Selbstständigkeit. Man muss Dinge einfach alleine durchziehen. Man muss sich teilweise sehr überwinden wie wenn man einen Job sucht anfangs war es doch sehr komisch anzufragen, man kam sich etwas asozial vor. Mittlerweile jedoch kümmert mich das nicht mehr. Man muss teilweise einfach drüber weg schauen was andre denken, peinlich hin oder her egal.

 

Ja und sonst so denke ich habe ich hier momentan eine total schöne Zeit, die ich sehr genieße. Trotzdem und das ist wohl wichtig freue ich mich auch wieder auf zuhause. Auf alles vertraute und auf all meine Lieben!!

 

 

 

Mittwoch 20. Februar 2013

 

Jackie Chan und die Reiskanone

 

 

Es ist richtig schade wie schnell ein Hostel an Sympathie verlieren kann. Da habe ich euch doch erst neulich in meinen vorigen Beiträgen berichtet wie nett der Manager etc. ist und nun muss ich doch auch mal ein paar negative Punkte erwähnen.

Da wäre zum einen Jackie Chan, unser Nightcleaner. Er trägt so enge Hosen wie ich bisher noch nie an einem männlichen Wesen gesehen habe… das Wort Cleaner hat er eigentlich überhaupt nicht verdient von dem her noch einmal von vorne. Also da wäre zum einen Jackie Chan unser Nighttrampel. Er meint er wäre der Boss und wirft alle Leute aus dem Waschbereich raus zwischen 21-22. Uhr. Er putzt eigentlich überhaupt nicht, da alles genau so dreckig ist wie vorher. Ich habe mich schon 2mal mit ihm angelegt  als ich mir meine Haare föhnen wollte und er am ganz anderen Ende des Raums ein Klo „geputzt“ hat, zwecklos… aber nun gut.

Ein weiterer Minuspunkt auf meiner Hostelskala sind die mittlerweile in heftiger Überzahl hier wohnenden Asiaten. Ich weiß das hört sich jetzt sehr rassistisch an aber wenn ein Asiate ein Töpfchen Reis kocht und ihm weitere 8 über die Schulter starren nur um zu sehen was der Reis macht, dann kann das manchmal ganz schön nervig sein.  Aber zum Reis später mehr… Vor allem wenn sie dadurch den Kühlschrank, den Herd, die Schneidefläche und selbst das Waschbecken in der Küche blockieren. Manchmal  habe ich das Gefühl die vermehren sich ums 10-fache täglich. ja aber es gibt ja auch sehr, sehr coole Asiaten mit echt witziger Art so ist es ja nun auch mal wieder nicht.

 

Der aber wohl größte Minuspunkt meiner Hostelunsympathie ist, dass die Miete erhöht wurde, zwar nur um 5 Dollar jedoch hat dies ein großes Problem ausgelöst: so gut wie die Hälfte der Bewohner ist ausgezogen!! Auch David, Steffi und Katrin und das ist echt doof. Ich hatte bereits bis nächste Woche bezahlt und so kam es für mich nicht in Frage aus zuziehen, die anderen jedoch haben kurzen Prozess gemacht und nun ein super tolles Zimmer in einem Luxushaus ergattert für grade mal 90 Dollar. Ich werde da nun nächste Woche wohl auch hin ziehen und eventuell Christchurch streichen, da ich momentan nun gerade Arbeit habe und ich weiß wie schwer es sein kann welche zu finden…

 

Ja aber der größte Witz ist der Grund der Mieterhöhung: es gibt nun kostenlosen Reis für alle!

 Der wird in einem überdimensionalen Reiskocher, der Reiskanone zubereitet und somit werde ich wohl nun die kommenden Wochen überhaupt nicht mehr in der Küche Platz finden, da dann wohl nicht nur 8 asiatische Köpfe sondern wohl das ganze Hostel über die Schulter in den Reistopf schaut….

 

 

 

 

Dienstag 12. Februar 2013

Muschelalltag

 

Nach dem genialen Wochenendtrip hat mich der Arbeitsalltag nun wieder, aber das ist völlig in Ordnung. Ich nutze jetzt mal die Gelegenheit um etwas mehr über meinen Arbeitsplatz und die ganze Factory zu berichten.

 

Wie bereits erwähnt arbeite ich bei Talley’s, eine wohl sehr erfolgreiche Firma die für ihre Grünschalenmuscheln bekannt ist und wohl weltweit exportiert.

 

Die Muscheln werden täglich frisch geliefert, gekocht anschließend geöffnet und den Bart entfernt und dann eben verpackt und gleich nachts wieder ausgeliefert, damit alles frisch bleibt.

 

Die Firma an sich ist sehr sauber und es ist sehr interessant so etwas mal zu sehen, so eine Fließbandarbeit. Hängt es irgendwo, haut es den ganzen Laden durch einander, so wie letzte Woche als unsere Verpackungsmaschine kaputt war. Die Muscheln wurden immer mehr und so hat es doch tatsächlich einmal Muscheln geregnet! Die ganze Sache wurde dann aber wieder behoben und so konnten wir wieder weiter arbeiten.

 

Auch schon erwähnt habe ich ja, dass ich nur mit Koreanern zusammen arbeite und mittlerweile kann ich schon einige Wörter auf Koreanisch, auch interessant ist, dass die Koreaner eine andere zählweise ihres Alters haben. Sie werden nicht am Geburtstag älter, sondern immer am Anfang des Jahres. Ich habe somit eine Kollegin die ist 27 in Korea und 25 in Deutschland, witzig.

 

Alles in allem ist es ein schöner, wenn nicht auch etwas langweiliger Job.

Aber ich werde ja sowieso nur noch 3 weitere Wochen hier verweilen und dann geht’s endlich nach Christchurch.

 

Das war’s mal wieder von mir. Habt noch einen schönen Fasnachtsdienstag!

 

 

PS: also wegen den Bildern muss ich mich entschuldigen, da bin ich irgendwie zu blöd dafür mir mehr Speicher zu besorgen bzw. etwas anderes herunter zu laden, müsst ihr euch im Facebook zufrieden geben, sorry!

Ja und für Rechtschreib- oder Kommafehler entschuldige ich mich hier auch mal, deutsche Sprache schwere Sprache…

 

 

 

 

 

Montag 11. Februar 2013

 

Roadtrip vs. Weinfest und die Spontanität

 

Da ihr ja mittlerweile sicherlich wisst, dass das Leben hier sehr spontan ist, kann es auch mal vorkommen  dass es hier sehr spontan richtig heftig regnet und es deshalb sehr spontan keine Muscheln gibt da man nicht auf die See kann. Ja und aufgrund des spontanen Fehlens der Muscheln kann es auch mal sein, dass wir sehr spontan ein verlängertes Wochenende und wir deswegen einen sehr spontanen Roadtrip eingelegt haben.

 

Weinfestival hin oder her 4 Tage in Blenheim herum sitzen ist einfach „to boring“.

Wir haben dann gleich mal am Donnerstagabend unsere freien Tage gefeiert und sind Karaoke singen gegangen. So ein lustiger Abend wie schon lange nicht mehr, richtig klasse.

Am nächsten Tag hatte David dann die tolle Idee nach Abel Tasman in den National Park zu fahren und unsre ganze NZ-Familie, so wie wir 4 uns mittlerweile nennen, waren begeistert, wäre da nicht noch der gewisse  Kater gewesen den alle hatten…

Im Auto wurde dann erst einmal geschlafen, sofern es die Straßen und die geniale Landschaft zu ließen.

Angekommen in Abel Tasman haben wir uns ein Hostel gesucht und abends noch einen kleinen Walk gemacht und den Tag am Strand mit Sonnenuntergang ausklingen lassen, herrlich!!

Am Tag darauf wollten wir eigentlich eine Kanutour machen (der Ort ist sehr bekannt dafür) leider ging dies nicht, da Katrin und Steffi sich letzte Woche sehr SPONTAN sich ein Tattoo stechen lassen hatten.

 

Ja stattdessen sind war dann Speedboot oder auch Water Taxi genannt gefahren und haben so den genialen Park, sowie Robben gesehen. Ein klasse Erlebnis.

Anschließend ging es an die Spitze der Südinsel und dann wieder zurück nach Nelson um dort mal wieder ein bisschen feiern zu gehen. Ein bisschen Abwechslung zu Blenheim und einfach größer und Clubs mit Livebands etc.

 

David hat an diesem Abend nichts getrunken und so konnten wir uns für diese Nacht das Hostel sparen und direkt wieder zurück nach Blenheim fahren. Angekommen um 04.15 Uhr waren wir dann erst mal richtig müde aber auch glücklich ein so tolles Wochenende gehabt zu haben,  dank spontanem Regen!!

 

 

 

Samstag 02. Februar 2013

 

 

Lästige Mitbewohner

 

Ist es möglich eine gewisse Abneigung gegen Menschen zu haben obwohl man diese überhaupt nicht kennt bzw. noch nie richtig mit denen geredet hat?

Eindeutig ja.

 

Ich versuche ja immer nett und freundlich zu sein jedoch bei manchen Leuten bekomme selbst ich zu viel, so auch bei unseren Mitbewohnern hier im „Peace Heaven“(der Name meines Hostels).

Von Katrin, Steffi und David habe ich euch ja bereits berichtet wir haben aber auch noch 2 weitere belgische Jungs in unserem Hostelkinderzimmer (wir haben bunte Hochbetten mit Prinzessinenbettwäsche).

 

Ja und the belgium guys auch bekannt unter Eierschachtel und Kupferdächchen  (ich weiss wir sind fies aber lästern gehört nun auch mal dazu…) furzen die ganze Zeit. Sorry wenn ich mich so direkt ausdrücke aber so ist nun mal die Realität.

 

Als wir Mädels am ersten Abend im Bett lagen und dann die Belgier rein kamen ging es keine 5 Minuten und das Zimmer hat gestunken! Ja wir dachten ok vielleicht was Falsches gegessen aber als es dann am 2ten 3ten 4ten… Tag genau das gleiche war, war es dann nicht mehr so witzig.

Wenn das alles wäre könnte man das ja noch aushalten. Wäre da nicht noch Kupferdachs Freundin in Belgien, mit der er Tag und Nacht per Handy kommuniziert. Ja selbst das ist nicht so schlimm wären da nicht noch seine übelst lauten Tastentöne. Man liegt im Bett und es macht die ganze Zeit dit dit düp dit, dideldit…

 

Ja und selbst an das kann man sich gewöhnen. Möchte man dann aber nach zehn oder mehr stündiger Arbeit einfach  nur schlafen und man sieht ständig ein rothaariges Männchen ins Zimmer hüpfen der ein Schluck Wasser trinkt wieder verschwindet und nach 5 Minuten wieder erscheint um erneut einen Schluck Wasser zu trinken, dann wird das sogar mir zu viel…

 

Ja und Kupfers Kumpel bunkert hunderte von Eiern in unserem EINZIG winzig vorhandenen Schrank im Zimmer. Nein wir haben ja keine große Küche mit extra Eierregalen, nein man muss diese ja im Schrank haben!

 

Ich freue mich jetzt schon auf nächste Woche wenn dann zu dem derzeitigen feinen Düftchen wohl noch der Geruch von verfaulten Eiern hinzukommt, dann fühle ich mich wirklich wie im Peace Heaven!!

 

Wir nehmen das Ganze hier aber sehr mit Humor, es ist auch echt witzig wenn man mit so vielen Menschen aus aller Welt zusammen lebt. Die Asiaten schmatzen, die Belgier furzen, die Franzosen trinken die ganze Zeit und über uns Deutsche möchte ich gar nicht wissen was da erzählt wird...

Multikulti und das ist auch gut so!!

 

 

 

 

Mittwoch 30. Januar

 

Im Land der Koreaner

 

Heute hier, morgen dort, bin kaum da muss ich fort…

So nun habe ich schon wieder gewechselt. Bin mittlerweile in der Muschelverpackungsabteilung. Eigentlich ein besserer Job als das Opening wenn es nur nicht so langweilig wäre…

 

Arbeite da jetzt seit Montag. Meine Aufgabe ist es die mittlerweile eingefrorenen in Plastiktüten verpackten Muscheln in Pappkartons zu packen.  Man hat im Gegensatz zum Muschelöffnen keinen so Druck, dass man immer schneller werden muss und das ist schon mal sehr gut.

 

Weniger gut ist es das ich bis um 04.00Uhr arbeiten muss und manchmal geht’s sogar noch länger. Auch weniger gut ist, dass Nachtschicht gleich bezahlt wird wie Tagschicht und die Zeit sich echt hin zieht, aber ich glaube das ist alles nur Gewöhnungssache.

 

Ich komme mir in dieser Abteilung vor als wäre ich in Korea. Ich bin glaube ich die einzige Europäerin dort und die einzige blonde Person. Gestern musste ich ständig lachen, da die so oft rum schreien oder so witzig reden, keine Ahnung über was.   

 

Alles in allem ist es hier doch echt auszuhalten und da nehm ich sogar die 2 stündige Maschinenputzaktion täglich in Kauf. Ein Gewussel von blauen Menschen mit weißen Haarnetzen, weißen Schürzchen, die hastig mit ihrem Schrubber und Schläuchen im Raum umher rennen, sieht von meiner Position,  dem 2 Stock sehr interessant aus!

Unsere verarbeiteten Muscheln werden wohl irgendwie nach Frankreich oder in Französisch gesprochenen Ländern exportiert, da der Text auf der Verpackung auf Französisch ist.

 

 

Ja meine Lieben momentan ists wohl ganz schlecht mit skypen bzw. telefonieren, da ich fast den ganzen Tag schlafe bzw. arbeite. Ich hoffe und denke ihr versteht dies.

 

 

Letztes Wochenende waren wir 2 Tage am Strand, herrlich. Habe mir meinen Bauch verbruzelt und mich gleichzeitig im Wasser fast verkältet. Das Meer hier, also der Pazifik ist echt sehr kalt, viel kälter als die Tasmansee. Sehr komisch wenn man bedenkt dass das Wetter so warm ist…

 

 

Übernächstes Wochenende ist hier ein großes Weinfestival. Wir haben schon beschlossen, da ja Fasendssamstag ist, verkleidet dorthin zu gehen, wird bestimmt super witzig.

 

 

Das wars dann wieder erstmal

 

Hochachtungsvoll Dschässmin

 

 

Freitag 25. Januar 2013 

 

Hello my name is Jasmin and I’am a mussel opener!

 

Habe von den Bohnen zu den Muscheln gewechselt. Etwas spannender dafür muss man aber auch schneller sein. Man hat 2 Tage zum einlernen und dann muss man eine gewisse Anzahl an Muscheln in bestimmter Zeit öffnen, ansonsten wird man raus gekickt.

 

Habe nun gestern einen blauen Overall bekommen mit demselben Zubehör wie vorgestern. Mussten dann unsere Gummistiefel putzen, Hände waschen + desinfizieren, 3 verschiedene Handschuhe anziehen und anschließend die Messerchen schleifen.  Dann kam die kurze Einweisung wie man die Muschel richtig hält, richtig aufschneidet und den Bart entfernt. Eine Hälfte der Schale bleibt am Fleisch. Das Ganze wirft man dann in ein Loch wo ein Laser angebracht ist, der die Muscheln zählt.

 

Man steht bei der ganzen Sache an einem Laufband mit etwa 40 anderen Leuten, die Muscheln flitzen dann am Laufband vorbei und jeder greift sich so schnell wie möglich Muscheln um diese eben fachgerecht zu öffnen und säubern.

 

Das Ganze macht man 8 ½ Stunden. Ich habe Nachtschicht von 18.00-02.30 Uhr gemeinsam mit David. Die anderen beiden Mädels haben Frühschicht von 06.00-14.30Uhr.

 

Die Zeit geht hier ebenfalls schnell vorbei, da man alle 2 bzw. 1 ½ Stunden ne 20 minütige Pause hat.

 

Die Schicht ist ganz in Ordnung man hat wenigstens noch etwas vom Tag. Sind heute mit Davids neuem Wagen gleich mal nach Picton gedüst und haben uns den Hafen angeschaut, ein richtig schöner Ferienort…

 

So das wars momentan an Neuigkeiten, da ich momentan arbeite gibt’s wohl die nächsten Tage/Wochen nicht so viel aufregendes, aber ich werde weiterhin berichten.

 

 

Am Samstag haben wir einen BBQ vom Hostel aus und danach wird wohl ein bisschen gefeiert.

 

Liebste Grüße aus dem richtig heißen Blenheim!!

 

 

 

 

 

Donnerstag 24. Januar 2013

 

 

Ja nun muss ich mal klar stellen, da meine letzten Einträge sich angeblich sehr traurig anhörten, dass es mir hier sehr, sehr gut geht. Ich mache mir mittlerweile überhaupt keinen Stress mehr wegen Arbeit, Geld verdienen etc. irgendwie ergibt sich doch immer etwas.

 

Habe gestern meinen Vertrag bei Tallys unterschrieben einer großen Firma, die Muscheln und Bohnen verarbeitet.

 

Arbeite da casual. Das heißt quasi auf Abruf. Wenn die jemand benötigen rufen sie an und dann komme ich. Ist aber nur am Anfang so später kommt man da dann ganz rein.

 

Habe gleich gestern meinen ersten Arbeitstag gehabt. Musste 8 Stunden lang Bohnen aussortieren. Man steht an einem Laufband wo die Bohnen durch flitzen und wir sortieren den Müll aus. Wahnsinnig interessant könnt ihr mir glauben. Aber macht ja nix ich bin momentan ja keine andere Art von Arbeit gewohnt. Die Zeit geht wahnsinnig schnell vorbei und so hoffe ich  nun das ich bald wieder arbeiten kann oder auch bei den Muscheln.

 

Das witzige ist, wir tragen alle komische Kleidung. Die Bohnenmenschen haben weiße Overalls an, die Muschelmenschen tragen blau. Dazu gibt es schicke weiße Gummistiefel, übergroße Handschuhe, Mickeymausohrenschützer und ein sexy Haarnetz. Sieht echt witzig aus, nehme nächstes Mal mein Kamera mit…

 

 

Katrin, Steffi und David, mit denen ich hier im Zimmer bin sind echt super. Wir kochen immer gemeinsam und haben sehr viel zum Lachen.

 

Am Wochenende, so hoffe ich hat David sein Auto und somit kommen wir dann auch endlich mal von diesem Kaff raus und können was unternehmen.

 

Ach ja ihr könnt im Supermarkt mal nach Muscheln von Tallys schauen, der Name kommt mir irgendwie sehr bekannt vor…

 

 

Es grüßt die weiße Overalllady

Jasmin

 

 

 

Sonntag 20.01.2013

 

 

 

Warum kann denn bei mir nicht einmal etwas normal ablaufen?

 

Ganz einfach weil es ja sonst langweilig wäre…

 

 

Ja als ich nun meiner Hosteltante berichtet habe, dass ich gehe und ich ihr vorlügen musste, dass ich weiter reise da sie mich sonst nicht hätte gehen lassen kam noch „die Kirche“ und quetschte mich aus. „Die Kirche“ ist ein asiatischer Mitbewohner des letzten Hostels und blubbert jeden über Jesus Christus zu und möchte einem einen Glauben aufdrängen, seinen Glauben anhand von Videos und Bibelstellen ja und weil ich ja nicht nein sagen kann hatte ich das alles über mich ergehen lassen…

 

Als ich ihn dann auch noch anlügen musste, da er gut mit der Hostelfrau befreundet ist musste ich mich heute Morgen erst mal heimlich aus dem Hostel schleichen, da sie dachten ich würde von jemandem abgeholt werden, bin ich auch von den Mädels die wiederum haben aber auch erzählt sie würden reisen somit mussten die sich auch verstecken…

 

Bei all den anderen die gegangen sind wollte keiner wissen wieso weshalb warum und wie es weiter geht nur wieder bei mir. Zum Glück haben die 2 Mädels und David mich von meinem gefüllten 50 Kilo Rucksack befreit. (Das leaf plucking am Tag zuvor hat die Last noch viel schwerer erscheinen lassen als sie wahrscheinlich war)

 

Ja gut nun bin ich hier angekommen und kann morgen wieder nicht anfangen zu arbeiten, da der Manager nicht vor Ort ist. Aber voraussichtlich am Dienstag.

 

Waren dann noch einkaufen und siehe da wer läuft mir nicht über den Weg? Die Kirche… und wieder löcherte er mich weshalb ich denn noch hier bin, bla bla bla. Ich weiß wirklich nicht warum manche Dinge nicht einfach normal und einfach ablaufen können…

 

 

 

 

Donnerstag 17. Januar

 

Muscheln

Warum bin ich so fröhlich so fröhlich so fröhlich…

 

So nun gibt es endlich einmal gute Nachrichten. Nachdem wir gestern ja wieder einen freien Tag hatten und diesen im Schwimmbad hier verbracht haben, sehr erholsam mit Whirlpool, haben Katrin und Steffi(die 2 Mädels von ebenfalls der Freiburger Ecke) erfahren, dass sie die nächsten Tage schon wieder keine Arbeit haben. Ich glücklicherweise konnte heute wieder in die Vineyard. Wir haben den ganzen langen Tag leaf plucking gemacht. Endlich etwas Abwechslung. Die Arbeit ist total bescheuert. Wir müssen Blätter um die Weintrauben herum raus rupfen, damit diese genug Platz und Sonne abbekommen. Es sieht total lächerlich aus wie man da rum läuft und in denWeinreben herum wühlt. Das Ganze geht ziemlich in den Rücken da die Trauben recht weit unten wachsen. Man da wird man richtig bescheuert bei so einer Art von Arbeit wenn ich es sowieso nicht schon bin…

 

Ja aber nun mal zurück zu meiner guten Laune. Bin dann heute von der Arbeit nach „Hause“ gekommen und habe mit den Mädels telefoniert, da diese das Hostel verlassen haben aufgrund einer anderen Arbeitsstelle in einer Muschelfabrik. Ja und da werde ich nun auch ab Montag arbeiten.

 

Versteh mich ziemlich gut mit den Mädels und ich war deshalb sehr traurig als die weg waren aber jetzt seh ich sie ja wieder. Blöd nur das ich eigentlich der Hosteltante eine Woche vorher Bescheid geben muss wenn ich hier gehen möchte. Nun muss ich halt noch mein Zimmer bis nächste Woche bezahlen, aber das nehm ich in Kauf. Die Vineyard und das Hostel hier, also der täliche Trott ziehen einen doch ganz schön runter und da die Mädels nun auch noch weg sind ist es wohl am besten zu wechseln. Ja nun werde ich in der Muschelfabrik mein Glück versuchen und wohl oder übel meiner Wwoofing-Familie absagen bzw. dies nach hinten verschieben, da ich für 6 Wochen arbeiten muss. Da sieht man wieder einmal, dass man ohne Plan hier viel weiter kommt (die Wwoofing-Familie war das erste was ich hier einmal im Vorraus geplant habe…)

 

 

So nun werde ich mal bald ins Bettchen gehen, da ich noch 2 harte Vineyardarbeitstage vor mir habe, immerhin werden wir momentan nach Stunde bezahlt.

 

 

Also dann wünsch ich euch alles erdenklich Gute und drückt mir die Daumen mit den Muscheln.

 

 

 

Mittwoch 16. Januar

 

2013

 

Hallo  meine Lieben zuhause,

 

nachdem ich euch die letzten Male erzählt habe wie blöd meine Arbeit doch ist, kann ich euch dieses mal erzählen wie sehr ich sie nun vermisse...

 

Die letzte Woche hat sich sehr hingezogen, da ich wusste 6 Tage am Stück harte Arbeit. Leider war dies dann doch nicht der Fall. Am Freitag habe ich nur 2 Stunden arbeiten können und am Samstag überhaupt nicht. Da es die ganze Zeit heisst sie wollen keine Mädels. Ich kann das auch teilweise verstehen, da die Jungs schneller sind und es manchmal sehr, sehr anstrengend ist jedoch verstehe ich dann nicht ganz weshalb ich überhaupt in dieses Hostel geholt wurde, da es hiess hier gibt es Arbeit.

 

Ja und nun habe ich seit letzter Woche Samstag keine Arbeit mehr. Gestern hat es den ganzen Tag geregnet somit hatten alle frei und am Montag konnte ich ein paar Stunden das Hostel putzen. Ich bekomme dafür ein paar Tage freie Unterkunft, immerhin besser als gar nichts tun.

 

Gestern haben wir uns dann bei einer Factory-vermittelnden Firma angemeldet in der Hoffnung das es da was gibt. Ansonsten wenns so weiter geht sehe ich keinen Grund mehr weiter hier zu bleiben. Jetzt schau ich einfach mal was sich die nächsten Tage so ergibt.

 

Ja etwas schönes vielleicht zwischendurch, das Wochenende war super. Wir hatten so etwa 40 Leute in unserer Garage eine richtige Party , total klasse.

Das ist auch momentan noch das Einzigste was mich hier hält, die Leute von meinem Hostel.

 

Verbringe nun meine Tage mit Hosen nähen von den Jungs, mein Toastbrot zu verstecken damit es nicht wieder geklaut wird und den dicken, faulen Hostelkater Benson zu streicheln, hat doch auch etwas...

 

Wenn sich das ganze nun etwas traurig oder langweilig anhört, so schlimm ist es dann doch nicht. Ich meine ich kann hier tun was ich will und wenns mir hier nicht mehr passt dann gehe ich halt. Hauptsache nicht aufgeben!!

 

Machts gut und fühlt euch gedrückt

 

Jassi, die mittlerweile ganz gut Fische und Hühner auseinander nehmen kann;-)

 

 

 

 

Montag 07. Januar

 

 

So ich dachte ich schreibe mal wieder etwas.

Nachdem wir gestern einen unglaublich schönen Tag am See verbracht haben, war das Arbeiten heute wieder echt deprimierend.

Sind gestern etwa eine halbe Stunde mit dem Auto zu nem See gefahren, richtig toll und fast schöner als das Meer. Haben dort dann den ganzen Tag verweilt und uns mit lästigen Sandfliegen  rum geärgert. Habe nicht einmal Sonnenbrand (habe mir eine 50­+ Sonnencreme gekauft).

 

Ja und heute hieß es wieder wire lifting, den ganzen Tag und das bei 32 Grad Hitze!!

 

Habe mittlerweile eine neue Wwoofing-Familie. Die Familie hat mich über mein Internet-Account angeschrieben und nachgefragt ob ich Lust hätte zu kommen, da sie gerade eine Garage oder so etwas bauen und Hilfe benötigen. Ja und als ich dann bemerkt habe, dass die Familie ganz in der Nähe von Christchurch wohnt, was für ein Zufall, habe ich gleich mal zu gesagt. Werde nun am 3. Februar nach Christchurch gehen und meinen Vineyardjob früher beenden. 5 Wochen sind mehr als genug J und außerdem wird mir hier in meinem Hostel ständig mein Toastbrot geklaut das gibt’s doch nicht. Wer will denn schon Toastbrot das hat doch hier jeder…

 

Ja zum Thema Brot lässt sich noch sagen, dass ich heute mein erstes eigenes Brot hier gebacken habe. Also etwas, dass man auch Brot nennen kann und nicht wie all das Gummizeug aus dem Supermarkt, war sehr köstlich und gar nicht schwer. Es gibt hier wirklich kein gutes Brot nur dieses weiche Zeug.

 

Mein Zimmer ist mittlerweile voll mit deutschen Mädels und wir kochen immer gemeinsam. Heute gab es feine Kohlsuppe und am Wochenende gibt’s handgeschabte Spätzle, da meine Zimmerkollegin auch aus der Freiburger Ecke herkommt.

 

Sonst ist alles super hier, abgesehen von der Arbeit und meinen 8 Blasen an den Händen…

 

 

Machts gut und habt ne schöne Fasnachtszeit!!

 

 

 

 

Freitag 04. Januar 2013

 

 

Ich trinke nur noch BIER keinen WEIN!!!

Habe heute meinen zweiten Arbeitstag in den Weinreben hinter mir und alles tut weh. Die Arbeit ist wirklich heftig und anstrengend und dazu ist es noch richtig heiß. Huiuiui!

 

Jeder hier wollte eigentlich 8 Wochen bleiben, aber wahrscheinlich hält dies keiner aus. Was ich genau für diese Arbeit an Geld bekomme weiß ich nicht. An einem Tag wird man per Stunde bezahlt was wirklich Glücksache ist und am nächsten Tag arbeitet man per contract, das heißt man wird pro geschafftem Baum bezahlt und das ist als Mädel echt unfair!!  

Meine meisten Mitbewohner sind männlich und nun weiß ich auch warum.

 

Aber nun ja jetzt habe ich genug rumgeheult. Ich glaube so eine Arbeit muss man in seinem Leben auch mal gemacht haben. Es ist eigentlich eine total einfache Arbeit bei der man nichts denken muss. Es nennt sich „wire lifting“ wir müssen die Drähte an denen die Reben hochwachsen in den höher gelegenen Haken stecken. Hört sich einfach an ist es auch aber wird mit der Zeit sehr anstrengend.

 

Aber alle in meiner kleinen Hostelfamilie haben dieselben Bedingungen und somit leiden wir gemeinsam.

Mein neuer Plan sieht nun folgendermaßen aus: werde hier wohl doch nur 4 Wochen bleiben und dann nach Christchurch um einen besseren und besser bezahlten Job zu bekommen.

 

Habe nun endlich den Weg hier in die Bücherei gefunden um (mal wieder) mich kostenlos ins Internet zu schmuggeln. Nein nicht schmuggeln das ist hier ja öffentlich und das macht hier jeder wirklich toll sowas.

Morgen werde ich noch einmal arbeiten und Sonntag haben wir dann wieder frei, kurze Woche zum Glück…

 

Also dann wünsch ich euch alles erdenklich Gute und hoffe das ihr das neue Jahr gut angefangen habt.

Bis bald

 

 

 

 

Dienstag 01.Januar 2013

 

 

Glück oder Unglück?? Ja ich bin nun hier in Blenheim seit Sonntag und konnte leider noch nicht wirklich arbeiten gehen, warum weiss ich auch nicht. Eventuell weil die Feiertage nach Neujahr dazwischen lagen und sie mich erst danach einlernen wollen, keine Ahnung.

 

Wohne hier in einem Hostel mit etwa 25 anderen Leuten die auch alle arbeiten. Das ist sozusagen ein Arbeitsvermittelndes Hostel. Man muss hier wohnen, wöchentlich bezahlen und dafür vermitteln die einem Arbeit und bekommen einen Anteil davon. Gibt’s hier wohl einige von denen Hostels.

 

Die Leute sind hier ganz nett aber teilweise auch genervt, da die Arbeit in den Weinreben richtig hart und körperlich anstrengend sein soll und dazu noch schlecht bezahlt. Ich werde mir nun das ganze mal anschauen und euch dann wieder berichten. Manchmal hat man auch das Glück und bekommt einen Factoryjob in z.B. einer Muschel- oder Schokoladenfabrik, das wäre natürlich klasse.

 

So aber nun mal wünsche ich euch noch ein glückliches, neues Jahr und hoffe ihr habt schön rein gefeiert. Mein Silvester war leider nicht so der Burner. Habe mit meinen neuen Mitbewohnern in unserer „Partygarage“ etwas gefeiert und sind dann anschließend in die Stadt gegangen um zu bemerken, dass das geplante Feuerwerk aufgrund der Dürre abgesagt wurde.

 

Wir haben uns dann kurz nach Mitternacht in eine dunkle Gasse begeben um unseren heimlich eingesteckten Sekt zu trinken, da hier überall Polizisten rum liefen und es verboten war Alkohol auf der Straße zu trinken.

Anschließend sind wir in einer POLONAISSE (extra für Simmi) in ein Pub gegangen um betrunkene neuseeländische Jugendliche zu beobachten. Sie wurden nacheinander von einem Krankenwagen abtransportiert. Ja und nachdem sind wir wieder zurück ins Hostel und haben bemerkt, dass dies zwar ein sehr schöner Abend war mit Silvester aber wenig zu tun hatte…

 

 

Als ich heute dann noch einen Anruf von meinen lieben Mädels bekommen hatte die alle gerade gemeinsam am feiern waren fiel es mir besonders schwer die ersten Tränen im neuen Jahr zurück zu halten.

 

Habe daraufhin beschlossen erst mal in die Natur raus zu gehen und die unglaublichen Berge hier zu bewundern. Die Landschaft ist total anders als im Norden, alles ausgetrocknet und nicht so grün aber trotzdem sehr schön. Ja und nun sitze ich gerade im Hostel und verbringe den Tag wieder mit meinen Mitbewohnern, da heute Feiertag ist und alle „zuhause“ sind.

 

Alles Liebe und viele Grüsse nach Deutschland

 

 

 

 

Freitag 28. Dezember 2012

 

Weinberge

 

Manchmal, vielleicht nicht oft aber ab und an kann es passieren, dass auch ich mal Glück habe.

Ich habe nun endlich einen Job und komme  nun hoffentlich aus dieser frustrierenden Phase heraus,  in der ich mich die letzten Tage befand.

Zum ersten Mal hatte ich hier echt Heimweh.  Am schlimmsten war es am 24. als ich am Hafen saß, die Sonne dermaßen auf meine Schulter brutzelte und ich ganz laut von meinem MP3-Player durch Zufall  erst The Rose von Bette Midler dann Queen I want to break free und schließlich noch­­­ One more happy Christmas von den Kelly’s hörte und mir geradewegs die Tränen übers Gesicht flossen. Die Lieder mögen vielleicht nicht unbedingt der Burner sein, haben aber eine gewisse Verbindung bzw. Erinnerung, gerade auch an den Papi.  Ja und dann was soll ich sagen es war eben auch nun mal Weihnachten!  Ich denke das ist aber ganz normal und wäre ja schlimm wenn ich gar kein Heimweh hätte…

 

Ja aber nun mal zurück zu meinem neuen Job. Nachdem mir der Manager der Tankstelle absagte als er erfuhr, dass ich ein Backpacker sei und ich darauf hin sehr deprimiert war beschloss ich erst mal heulen zu gehen. Nein quatsch ich beschloss meine Jobsuche weiterzuführen und nicht aufzugeben.

Ich ging ins Museum, aufgrund des kostenlosen Internets und checkte meine Mails.

Da hatte mir doch glatt ne Frau geantwortet und mir einen Job bestätigt.

Ich habe mich am vorigen Tag auf www.backpacker.co.nz  auf ne Vineyardstelle beworben über E-Mail. Als ich jedoch merkte, dass ich ja gar kein Internet für den restlichen Tag habe und die Stellen  so schnell weg sind auf der Homepage, rief ich die Frau etwas später persönlich an. Sie sagte mir, dass die Stelle schon vergeben sei. Ja das war gestern da wusste ich nicht, dass die Stelle an mich vergeben war :-)

Heute habe ich nun meine Zusage gelesen und gleich noch einmal angerufen und nachgehakt. An meinen Namen konnte sie sich wohl nicht erinnern vielmehr jedoch an meinen Beruf.

Habe mir nun gleich meine Fähre nach Picton, also auf die Südinsel rüber gebucht und werde somit Wellington am Sonntag verlassen. Auch nicht schlimm, ich meine ich habe ja nicht wirklich einen Plan. Gefällt mir ganz gut dieses planlose, spontane Leben. Einfach abwarten was passiert.

 

Also dann werde ich mich wieder aus Blenheim (gesprochen Blenim), meiner neuen „Heimat“ für mindestens 8 Wochen, melden um euch weiter zu berichten.

Wünsch euch allen einen guten Start fürs neue Jahr und trinkt n Gläschen Sekt auf mich ;-)

 

PS: Habe heute gelesen, dass mein Hostel ein earthquake prone building ist!! Zum Glück reise ich morgen ab :-)

 

 

 

 

Donnerstag 27. Dezember

 

so nun bin ich eine Woche hier in Wellington und so langsam wird alles Alltag. Man kennt sich so langsam in der Stadt aus, weiss wo man am günstigsten Einkaufen kann und freies Internet bekommt und fühlt sich so als hätte man in jedem einzelnen Geschäft das es hier gibt nach Arbeit gefragt. Bisher leider erfolglos, da jeder sagt um Weihnachten rum sei es ruhig. Bis auf eine Tankstelle da habe ich nun eine Nummer und muss den Manager persönlich anrufen und das mit meinem miserablen Englisch! Drückt mir die Daumen...

 

Ja aber nun mal zu meinem Weihnachten wenn man es überhaupt so nennen kann. Habe mir am 24. etwas schönes zu Essen gekocht Mittag-Abendessen in einem, sehr praktisch... Ja und dann habe ich mich mit Michal, der Israelin getroffen um mit ihr gemeinsam in die Kirche zu gehen. Habe mir diese Kirche herausgesucht aufgrund der Uhrzeit die anderen waren alle erst um Mitternacht, da Weihnachten hier ja eigentlich erst am 25. am Morgen ist.

 

Ich habe bis jetzt keine Ahnung was es für eine Religion war, aber das war nun egal da Michal sowieso einen jüdischen Glauben hat und wir inmitten von Fidschi/Samoa/Maori/Neuseeländern gesessen sind und wohl jeder von denen einen anderen Glauben hatte.

Die Kirche wurde eben in diesen 4 Sprachen abgehalten bzw. wir haben Weihnachtslieder in Fidschi/Samoa/Maori und Englisch gesungen wirklich interessant.

In der Kirche selbst war es alles andere als ruhig, Leute kamen und gingen, liefen herum etc. und als Dekoration war ein grosser kitschiger Weihnachtsbaum zu sehen, der mich aufgrund seiner ständig blinkenden bunten Lichter von allem anderen ablenkte. Auch konnte man Bilder auf 2 Bildschirmen nebenbei anschauen die durch einen Beamer angezeigt wurden, sehr modern.

Hmm nicht wirklich weihnachtlich aber doch eine interessante Erfahrung. Anschliessend sind Michal und ich in einen Pub mit Livemusik um ein Bierchen zu trinken und den Abend ausklingen zu lassen.

 

Am nächsten Tag dann war es sowas von heiss. Ich habe beschlossen mich in den Park am Hafen zu setzen und einfach nichts tun. Auf dem Weg dorthin habe ich bemerkt, dass ich so gut wie die Einzigste Person bin die in Wellington an diesem Morgen unterwegs ist. Alles war wie ausgestorben, da kam mir plötzlich der Weltuntergangsgedanke in den Kopf, hatte ich irgendwas verpasst?

 

Im Park aber bin ich zum Glück auf weitere Personen gestossen, die man genüsslich beobachten konnte, eines meiner neuen Lieblings"Hobbies" schlechthin.

 

Im Park war ich solange bis ich mir meine Wadeln verbrannt hatte. Ich beschloss nun ins Museum zu gehen, dem wohl einzigsten Gebäude welches an diesem Tag auf hatte. Alles, wirklich alles hatte zu selbst Restaurants, Cafes, mein Hostel etc. da kennen die Neuseeländer nichts.

 

So und nun bin ich wieder so wie jeden Tag auf Arbeitssuche und hoffe das ich bald was finde.

 

 

Machts gut meine Lieben und denkt dran zwischen den Jahren keine Bettwäsche abziehen, bringt Unglück. Gruss von der Oma;-)

 

 

 

23. Dezember

 

Wie ihr seht habe ich momentan Zeit meine Berichte zu posten.

 Die Arbeitssuche ist schwieriger als gedacht. Habe nun schon übelst viele Lebensläufe von mir verteilt und überall wo es nur geht nach Arbeit gefragt. Vom Supermarkt bis hin zum Tellerwäscher über Tankstellen und Baumärkte, sowie Pubs und Möbelhäuser, Schreinereien inklusive. Ich hoffe nun immer noch, dass sich jemand meldet.

Morgen ist Weihnachten und keine Ahnung was ich tun werde. Evtl. treffe ich mich mit der witzigen  „Mushroom“ Israelin die ich im Bus kennen gelernt hatte. Sie ist momentan auch gerade in Wellington und sagte in ihrem gebrochenen Englisch, als ich ihr das Fussdesinfektionsspray erklären wollte „ah I know for the mushrooms!“

 

Ich denke ich werde evtl. mit ihr in die Kirche gehen und anschliessend etwas feines Kochen. Ja ihr habt richtig gehört ich werde KOCHEN!! So langsam finde ich Gefallen an der ganzen Sache und da ich heute auf dem Markt war habe ich nun viele feine  Sachen die man zubereiten kann.

Trotz allem ist es teilweise noch eine grosse Herausforderung vor allem wenn ich nicht einmal Kohl von einem Salatkopf unterscheiden kann… bzw. dann nicht einmal weiss wie dieser Fehlkauf zubereitet wird!!  

Ich hoffe, dass ich die ganze Kocherei doch vielleicht irgendwie im Blut habe und wer weiss was für eine Lehre ich nächstes Jahr beginnen werde;-)

 

 

 

Samstag 22. Dezember Holland

 

Hatte gestern Abend ein Date  ein Hobbitdate mit einem Holländer. The Dutch guy habe ich im Bus kennen gelernt und er wollte ja unbedingt in den Hobbit und so hat er mich gefragt und mich spontan eingeladen. Wir waren in dem grossen Theater indem die Premiere stattfand und haben typisch für Holland Heineken Bier getrunken. Der Film war echt gut, sofern ich ihn richtig verstanden habe (hatte ja leider keinen der mir den Film im Anschluss auf Deutsch erklären konnte, leider keine Lindi wie bei Harry Potter) Ja und anschliessend ging es zu einer der zahlreichen End oft he World Partys. War ganz in Ordnung jedoch nicht super gut.

Heute habe ich meinen Lebenslauf an alle möglichen Adressen verschickt und Leuten persönlich in die Hand gedrückt in der Hoffnung, dass sich jemand meldet.  Habe mit einem Schreiner geredet der gerade an der Arbeit war und da könnte ich evtl. Glück haben. Auch ist mir heute spontan ein Brasilianer über den Weg gelaufen, der mir ein Zimmer in einer Wohnung angeboten hat mit Free Wifi und kostenloser Waschmaschine.

Mein Hostel jedoch ist immer noch günstiger und so langsam habe ich mich an diese Absteige hier gewöhnt und sogar ein besseres Bad auf dem 3. Stock mit ganzem Duschvorhang entdeckt. Richtiger Luxus:-)

 

Freitag 21. Dezember

 

Weltuntergang

 

ich bin euch ja um 12 Stunden vorraus und dachte ich muss nun mal über den möglichen Weltuntergang berichten. Es ist alles noch in Ordnung. S'isch nix bassiert!!

Ja bin nun mittlerweile in Wellington angekommen und was ich bisher gesehen habe ist wunderschön. Eine super Stadt um längere Zeit zu bleiben. War auch schon an dem Platz an dem die Hobbit Weltpremiere vor ein oder zwei Wochen statt gefunden hatte und werde mir heute Abend den Film gleich mal im Kino anschauen.

 

Habe mich hier in eine totale Absteige eingebucht, ein Hostel für 15 Dollar pro Nacht (eigentlich kosten die günstigsten immer 25 Dollar) um etwas Geld zu sparen und Ansprüche habe ich mittlerweile sowieso keine grossen mehr. So nehme ich nun ein stinkendes 10 Bettzimmer in Kauf mit verflecktem Teppischboden und verschimmeltem Bad aber günstiger Waschmaschine, Wenn ich in mein Zimmer möchte muss ich  eine Bar durchqueren und ständig hat man entweder Lärm von der Strasse oder von schnarchenden Mitbewohnern. Aber was solls, ich führe nun mittlerweile ein echtes Backpackerleben!

 

Gestern war ich noch mit meinen Stray-Bus Freunden feiern, da die meisten heute mit dem Bus weiter fahren. Ladies Night mit Frei-Getränken, war sehr schön. ja und heute habe ich mal meine ganzen Dokumente wie Lebenslauf und Zeugnisse ausdrucken lassen um mich morgen voll und ganz auf die Jobsuche konzentrieren zu können.

 

Ich hoffe zu Hause steht ebenfalls noch alles und ihr könnt den Weltuntergangstag vielleicht mit diesen überall statt findenden Partys ausklingen lassen. Machts gut, ich hab euch alle sehr lieb!

 

PS: Habe auf der Startseite eine Karte von Neuseeland hinzugefügt auf der Nordinsel habe ich mein Reiseweg gelb gefärbt und unter Kiwiana gibts auch neue Beiträge...

 

 

 

Mittwoch  19. Dezember

 

Chinesen-Bustour

So nun bin ich hier einige Tage mit dem Straybus unterwegs und so langsam komme ich mir vor wie ein Asiate. Wir halten an einem schönen Aussichtspunkt alle steigen aus, jeder macht dasselbe Foto und zack alle wieder in den Bus rein und weiter geht’s zum nächsten Fotostopp! So sieht momentan mein Tagesablauf aus.

 

Nun gut ich erlebe hier aber auch Aufregenderes wie z. B. das Maoridorf, welches wir am Sonntag besucht und dort übernachtet haben. Dies war sehr spannend. Zuerst wurden wir begrüsst mit einem „Nasenkuss“. Die Bedeutung hierbei ist den Atem zu teilen. Anschliessend gab es Abendessen  mit richtig toller Gitarrenbegleitung und dann durften wir den Haka, den typischen Maori-Kampftanz anschauen und später selbst mittanzen. Echt aufregend und total schön die Musik. Wir haben an diesem Abend in einem grossen Tempel übernachtet und sind am Morgen wieder weiter gefahren Richtung Rotorua, der Stadt in der es nach verfaulten Eiern riecht.  Von der Stadt habe ich leider nur einen Park mit brodelnden Teichen gesehen, Schwefelbecken mitten in der Landschaft  wirklich faszinierend, da ich an diesem Tag rafften war. Das Rafting  war sowas von genial.

Man bekommt hier täglich Actionangebote und bisher habe ich mir dies alles aufgehoben, da ich ja noch genug Zeit habe, aber rafften habe ich mir heute gegönnt und es war sowas von gut. Gegen Nachmittag sind wir zum Lake Taupo, dem grössten See Neuseelands gefahren um dort zu übernachten.  Am Abend waren wir noch im Hot Waterfall baden. Das Wasser  wird aufgrund des vulkanischen Bodens von der Lava aufgeheizt und war zwischen 35-45 Grad heiß. Wir haben ein, zwei Bierchen unterm Sternenhimmel getrunken und die wunderbare Atmosphäre genossen, Wahnsinn.

 

 Ja und nun befinde ich mich gerade „in middle of nowhere“ in der Nähe vom Tongariro National Park. Die Landschaft ist atemberaubend hier, unendliche Weite.  

Eigentlich wollte ich heute einer der 10 besten Wander Tracks der Welt machen, nur leider spielte das Wetter nicht so mit. Tongariro Alpine Crossing heißt das Ganze und dauert etwa 7 Stunden. Momentan ist der Track halb gesperrt da vor 2 Wochen der Vulkan, den man auf dieser Tour besichtigt, ausbrach. Man hat bei dem Track die Chance richtig tolle Seen, Berge und Herr der Ringe Kulissen zu bewundern. Ich werde mir nun diesen Wandertrip für später aufheben wenn die Sicht besser ist und die 35 Dollar die man bezahlen muss!! sich auch lohnen.

Ja und aufgrund dessen habe ich nun den kompletten Tag zur freien Verfügung was zwischendurch so gut tut, einfach nichts tun. Morgen werden wir in Wellington ankommen und dann heißt es JOBSUCHE!!

 

 

Sonntag 16. Dezember

 

Bin mittlerweile mit meinem Bus unterwegs Richtung Süden. Ich habe hier eine sehr witzige Truppe und es macht richtig Spass mit dem Bus zu reisen. Bin am Freitag gestartet von Auckland aus nach Hahei zum Hot Water Beach. Ein schöner Strand an dem man Löcher buddelt um warme "Quellen" zu haben. Echt irre will gar nicht wissen was hier unter der Erdoberfläche alles so brodelt. Man hat sich teilweise wirklich die Füsse in den Gruben verbrannt. Wirklich faszinierend wenn man in einer warmen"Pfütze" am Strand sitzt und auf das Meer blickt welches um einiges kälter ist. Auch die Wellen hier sind sehr, sehr heftig da wurde man gerade so rein gezogen.

Abends hatten wir dann einen richtig guten BBQ zusammen und sind am nächsten Tag weiter nach Raglan gefahren, dem Surferparadies  schlecht hin. Die Surfschule habe ich mir für später aufgehoben, wenn es noch ein bisschen wärmer wird. Wir haben den Tag wieder am Strand verbracht und abends gings in ein Hostel mitten im Wald, Wahnsinn.

Ja und nun sitze ich gerade im MC Donalds und habe endlich Free WIFI. Wir fahren jetzt dann weiter in die nächste Stadt um unser Hostel zu beziehen und heute Abend haben wir ein traditionelles Maori Treffen mit Haka und Abendessen. Wird bestimmt super.

Ich werde nun mit dem Bus die nächsten Tage nach Wellington fahren  (Ankunft 19. Dezember) und zuvor noch einige Städte abklappern. In Wellington werde ich dann wohl einige Zeit bleiben vorallem über Weihnachten und Silvester und dann werde ich mich auf Arbeitsuche machen. Ich habe mich zwar schon ein paar mal über Mail beworben aber hat sich noch keiner gemeldet. Ich werde da wohl nun aktiver werden und direkt vor Ort mich vorstellen, dass ist hier die effektivste Variante.

Liebe Grüsse ins kalte Deutschland von der sonnenverbrannten Jasi

 

Dienstag 11. Dezember

 

In Auckland, um Auckland und um Auckland herum

die letzten Tage waren sehr, sehr schön vorallem auch vom Wetter her. Letzten Freitag war ich im Musical in Marry Poppins für umgerechnete 38 Euro für spontane Backpacker. War richtig toll und mal etwas anderes zwischendurch...

Am Tag darauf bin ich mit Florian zu einer Red-Bull Drift Veranstaltung in Auckland gegangen und anschliessend sind wir zum Piha-Beach gefahren. Ich hab ihm im Hostel kennen gelernt. Er hat sich ein Auto gekauft, indem man auch übernachten konnte. Florian wartet momentan auf seine Freundin, die ihn aus Deutschland besuchen kommt und so muss er die Zeit hier tot schlagen ohne weit von Auckland weg zu fahren. Ja, erster Tag Piha-Beach mit genialen Wellen und einer einzigartigen Sicht, zweiter Tag den Scenic-Drive mit Wasserfällen und richtig guten "Tracks" also Wanderwegen ja und am dritten Tag, also gestern waren wir am Muriwai-Beach. Bekannt ist dieser Strand für Surfer da es hier ebenfalls richtig grosse Wellen gibt. Das Wasser war noch etwas kühl jedoch war die Sonne sehr heiss und aggressiv und somit ne gute Abkühlung. Die Sonne hier generell ist sehr heftig, da die Ozonschicht sehr dünn ist und die Luft sehr klar.

Zum übernachten im Auto muss ich noch was sagen. Eigentlich war es immer erlaubt einfach sein Auto abzustellen und dort zu übernachten. Seit letztem Jahr ist dies nun verboten, da einige es übertrieben haben und überall Müll etc. hinterlassen haben. Gerade auch in der Zeit der Rugby-WM. Ja Pech für alle Autobesitzer, da es eine sehr günstige Übernachtungsmöglichkeit ist. Wir haben es trotzdem getan und wurden glücklicherweise nicht erwischt...

So und nun sind wir heute Morgen wieder zurück gefahren und haben uns wieder ins Hostel einquartiert. Ich habe mich gerade über einen günstigen Buspass informiert und werde diesen morgen buchen. Der Pass beinhaltet die kompletten 2 Inseln und ihre wichtigsten Städte. Das ganze funktioniert über das Hopp-on Hopp-off-Prinzip. Also irgendwo aussteigen , irgendwann/Tage/Wochen später wieder einsteigen und das Wichtigste ist, dass ich die Routen so oft ich will fahren kann also ich könnte nun 15 mal oder öfter wieder zurück nach Auckland etc. Hört sich sehr gut an und ist eine super Alternative zum Autokauf. Mit Autos habe ich ja nicht so viel Glück von dem her lass ich es hier besser sein!!! Ja also dann machts gut meine Lieben. Ich hoffe ihr seid noch nicht ganz im Schnee versunken!!! Liiebste Grüsse

 

PS: an meinen lieben Bruder: hier gibt es fast täglich einen Vulkanausbruch oder ein Erdbeben aber bitte trotzdem keine Angst um mich haben, das ist total normal hier und die sind gut darauf vorbereitet ;-)

 

 

 

Donnerstag 06. Dezember

Back to Auckland

Ja nun bin ich wieder zurück in Auckland City um noch ein paar Dinge zu klären und mich um mein weiteres Leben hier zu kümmern.

Auckland würde ich sagen ist besonders zur Weihnachtszeit  sehr amerikanisch. Überall dieser Kitsch und übertriebenen Weihnachtsschmuck und das bei 23 Grad!! Also irgendwie bin ich alles andere als in Weihnachtsstimmung und das ist auch gut so, denn dann, so hoffe ich, werde ich diese Zeit auch nicht so arg vermissen.

Wo ich an Weihnachten sein werde, mit wem ich Weihnachten verbringe steht noch in den Sternen aber Hauptsache nicht alleine!

Schon mal als Vorwarnung an Euch zu Hause dieses Jahr werdet ihr wohl nicht mit grossen Geschenken von mir überschüttet denn ratet mal was so ein Paket nach Germany kostet??

Ich hatte ja schon vor was Kleines rüber schippern zu lassen aber nachdem man mir sagte das 2,5 kg über 100 NZD kosten hakte ich die Sache ab. Ich hoffe, dass ihr dies verstehen könnt…

 

Ja was gibt es denn noch zu berichten vielleicht die Premiere vom Hobbit. Ab 12. Dezember ist der Film hier zu sehen und Wellington wird hier nur noch Wellywood genannt echt lustig dieses Herr der Ringe Fieber und eine echte Blamage für mich, dass ich bisher keinen einzigen Film von Lord oft he Rings gesehen habe. Tipp: unbedingt anschauen und beim Anblick der Landschaft und Natur an mich denken=)

 

Ja nun gut dann wünsche ich euch allen zu Hause einen schönen Nikolaustag und alles Gute

Liebste Grüsse aus dem verregneten Auckland

 

 

Donnerstag 29. November

 

 

Ja also nun bin ich einige Tage hier und das Haus bauen ist total abgedreht also ich habe noch nie jemand gesehen der so oder besser gesagt auf so eine Weise ein Haus baut. Das Haus wird aus Zeitungen gefertigt, irre oder? Wir haben am ersten Tag alte, stinkende in Wasser eingelegte Zeitung zu einer Pampe gemischt um diese später mit einer Zementsandmischung an die Wand zu klatschen. Ob das Ganze im Wasser ist oder nicht ist egal. Zwischen dem Zeitungsmix mussten wir noch Flaschen verbuddeln um Platz einzusparen. Kurz gesagt Johns Wände bestehen aus Zeitungen und Flaschen. Echt lustig und interessant wie hier ein Haus gebaut wird  und obendrein noch interessanter das John schon 71 Jahre alt ist. Er lebt hier zusammen mit seinem alten, schnarchenden Hund Gus, dem Hahn Rüdiger und 20 Hennen an einem sehr abgelegenen Ort.

 

Das komplette Werkzeug ist sehr stumpf und aufgrund dessen hab ich mir auch schon ein Loch in den Finger  anstatt ins Metall gebohrt, bin aber froh das bisher nichts weiteres Schlimmes passiert ist bei so einer Art von Baustelle und Sicherheit.

Ja ansonsten ist noch zu sagen dass, das Klo und die Dusche in der Garage von ihm sind und keine Tür und keine Toilettenspülung besitzen und auch sonst die Verhältnisse sehr gewöhnungsbedürftig sind.

John an sich ist ein sehr sparsamer aber doch liebenswerter Mensch der sich Mühe gibt um uns zufrieden zu stellen. Wir waren sogar schon segeln mit ein paar Freunden von ihm und auch beim Kochen gibt er sich echt Mühe. Insgesamt 10 Tage werden Philipp und ich hier bleiben und dann geht’s wieder runter weiter südlich.

Vielleicht sollte ich noch ein paar Sätze zu Philipp schreiben. Er kommt aus em Osten ist 18 Jahre alt und ganz nett, manchmal auch ein bisschen eine Memme, der frisch von der Schule kommt und nicht gerne arbeitet wenn ich so sagen darf. Wenn  man ständig zusammen ist nervt man sich wohl auch das ein oder andere Mal aber alles in allem gesagt bin ich froh hier nicht alleine sein zu müssen.

Machts gut und bis bald jasii

 

 

 

Sonntag 25. November 2012

 

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt oder wie heisst  der Spruch noch gleich? Ja nun sitze ich hier in einem total abgesifften Karavan in der Nähe von Kaitaia zusammen mit Philipp bei einem abgedrehten Neuseeländer um  Wwoofing zu betreiben (Willing workers on organic farms ) dies bedeutet man arbeitet so ca. 4 Stunden am Tag und bekommt dafür kostenlos Verpflegung und Unterkunft. Die Adressen von den Farmen bekommt man eigentlich nur durch Agenturen die etwas kosten ja und da bin ich eigentlich gar nicht angemeldet…

 

 Ja aber nun mal von vorne ich hatte nen Treffpunkt mit dem Belgier vereinbart um den Bus nach Kaitaia zu nehmen, als dieser jedoch sagte das sein Job aufgrund mangelnder Arbeit erst nächste Woche beginnt  startete ich meine Reise nun alleine in ein abgelegenes Dorf wo es anscheinend keine Arbeit gibt aber nun gut ich hatte ja Bus und Hostel bereits gebucht… Bei einem Zwischenstopp lernte ich Philipp kennen der ebenfalls nach Kaitaia wollte und der eine Wwoofingstelle dort hatte. Er erzählte mir das der Mann bei dem er wwoofe Leute sucht die ein bisschen Erfahrung im Bauwesen bzw. Handwerk hätten. So nun war mir klar, dass ich den Mann gleich mal fragen würde ob  zufällig noch ne 2 te „Stelle“ frei wäre. Ja und als der Mann namens John Philipp  abholte war er sehr spontan und sagte mir zu. Wir fuhren nun in seinem witzigen alten Van mit Ladedeck zu meinem Hostel und cancelten meine Buchung, anschliessend ging es zu seinem Anwesen. Anwesen ist wohl zu nobel ausgedrückt besser gesagt zu seiner Hütte.

 Ja und nun bin ich hier in diesem vergammelten Wohnwagen neben diesem sehr heruntergekommenen Haus und werde morgen anfangen ein neues Haus zu bauen. Irgendwie klingt dies sehr verrückt  aber witzig zugleich.

 John ist sehr, sehr nett und hat sehr oft Wwoofers bei sich und ausserdem lässt die tolle Landschaft und der nahe gelegene See die bitteren Umstände hier schnell vergessen.

 So ich glaube nun bin ich angekommen inmitten meines Abenteuers!!!

 

 

 

Samstag 24.11.2012

Teuer, teurer Neuseeland,

alles aber auch wirklich alles was man hier macht kostet was und dazu ist es noch teuer. Also wer mich hier besuchen moechte ( besonders Tanja) spart schon mal etwas mehr Geld zusammenJ

Ich befinde mich momentan in Paihia, ein sehr schöner Ferienort  direkt am Strand. Heute war zum ersten Mal schönes Wetter was für ein Wunder ansonsten nur Regen. Die letzten Tage war ich mit Delphinen schwimmen bzw. nur sie anschauen weil fürs schwimmen zu blödes Wetter war, leider und am Cape Reinga dem nördlichsten Punkt Neuseelands an dem die Tasmansee mit dem Pazifik aufeinander stösst, war echt toll dort. Bin mit einem Bus dorthin gefahren und der absolute Hammer war, dass der Bus am Strand entlang gefahren ist an dem 90 Mile Beach. Der Strand wird als öffentliche Strasse anerkannt das war echt abartig. Nachdem Sandfahren mit dem Bus waren wir Sandboarden d.h. mit nem Brett die Sandduenen hinunter flitzen das war auch echt klasse und aufregend . Ja und ansonsten habe ich meine ersten Schafe und mein erster Kiwi gesehen leider hatte der nur ein Bein.

Kiwis sind hier mittlerweile echt total selten weil die so ihre Probleme mit der Fortpflanzung haben, kurz gesagt sie sind ein bisschen dumm... Dieser einbeinige Snoopy konnten wir in einer Vogelklinik bewundern und ich war echt happy endlich dieses witzige Tier mal sehen zu können.

Ich war auch noch in einem Kauriwald. Kauri ist ne riessiege Baumart welche es nur in Neuseeland gibt, total beeindruckend ist das Alter manche Bäume sollen schon vor Christi Geburt "gelebt" haben.

 

 

Morgen werde ich mit einem Belgier nach Kaitaia mit dem Bus reisen um mir dort ein Fruitpicking Job zu suchen der Belgier hat bereits einen und da dachte ich mir geh ich halt mal mit und frag vor Ort mal nach, vielleicht klappts ja.

 

 

Entschuldigung an all meine Lieben dass ich nicht bzw. nicht oft anrufe, skype etc. Es ist echt schwer hier Internet zu bekommen eigentlich besser gesagt lange Internet zu bekommen, wenn ich in ein Hostel komme bekomme ich meistens eine gewisse Anzahl an Mb fürs Internet und das ist echt wenig und Skype braucht so viel  Mb da ist es momentan nicht wirklich möglich. Ich hoffe das ich bald für längere Zeit an einem Ort bleibe und dann klappts bestimmt.

Also machts gut

Liebe Grüsse aus dem sonnigen Paihia

 

 

Dienstag 20. November 2012

Erst einmal muss ich erwaehnen das hier das Internet egal wo man ist eigentlich immer was kostet und es momentan schwierig ist hier viel zu schreiben da ich wenn ich internet habe teilweise auch unbedingt wichtige Dinge wie meine Steuernummer etc. klaeren muss. Aber nun gut jetzt habe ich ja etwas Zeit gefunden. Habe nun meinen Bus gebucht und werde morgen gemeinsam mit Andrea nach Northland starten um endlich mal von Auckland raus zu kommen. Die Bustour dauert solange ich moechte das heisst ich kann in einer Stadt aussteigen und irgendwann wieder einsteigen egal an was fuer einem Tag. Hoert sich schon mal gut an... Ja soviel weiteres Neues gibts momentan nicht, werde mich bald wieder melden. Tschuesschen

 

 

 

Samstag 17. November 2012

 

Hallöchen meine Lieben,

nun möchte ich euch mal wissen lassen, dass ich hier gut gelandet bin und sonst auch alles in Ordnung ist.

Der Flug war ganz locker allerdings hat sich das  Ganze schon ziemlich hingezogen. Dank meines netten Sitznachbars im ersten Flieger ging da die Zeit recht schnell vorbei. Angekommen dann in Taipeh (Taiwan) haben wir, also gemeinsam mit dem deutschen Sitznachbar weitere 4 Deutsche Work and Travelers kennen gelernt und zusammen die 4 stündige Bustour gestartet, welche sehr amüsant und aufregend war.

Nach weiterer auf eigene Faust geplante Tour durch die Grossstadt machte sich dann doch der Jetlag bemerkbar und man nahm überhaupt nichts mehr wahr. Aber Gott sei Dank konnte man dann endlich nach 16 stündigem Aufenthalt im Anschlussflug schlafen und das auf  sage und schreibe 4 Sitzplätzen!!! ( das Flugzeug war sehr, sehr leer...) So nach weiteren ca. 10 Stunden Flug gab es einen Zwischenstopp in Sydney, was für eine Skyline, Wahnsinn.

Ich wollte am liebsten hier schon aussteigen und habe mich zum ersten mal gefragt weshalb ich mein Work and Travel denn nicht in Australien mache??

Hmm naja nun ging es weiter um endlich nach 3,5 stündigem Flug in Auckland zu landen. Hier angekommen hab ich gleich mal die Julia kennen gelernt die ebenfalls von Andre ( meinem Abholservice) abgeholt wurde. Er fuhr uns in unsre Hostels, wo ich mich dann total auf eine Dusche und ein Bett freute. Am nächsten Tag ging ich mit Julia die City erkunden.

Wahnsinnig viele Eindrücke wie Hochhäuser, viele Grünflächen mit Parks, der Hafen und vorallem der Linksverkehr. Schrecklich man muss wirklich aufpassen hier nicht überfahren zu werden...

Am nächsten Tag war ich mit Andre verabredet. Wir haben meine Steuernummer beantragt, ein Bankkonto eröffnet und er hat mir sehr viel erzählt über Land und Leute sowie sehr viel anderes Nützliches.

Nachdem ich nun wieder im Hostel ankam bin ich auf Benjamin gestossen, auch wieder ein Deutscher, was für ein Wunder (hier sind nur Deutsche unterwegs, abartig so verbessert man wohl nicht sein Englisch...)

Gemeinsam mit ihm wurden wir von einem netteren älteren Herr, der bei uns im Hostel wohnt gefragt ob wir Lust auf eine kleine Tour zum Strand hätten, dorthin wo es die besten Fish and Chips der Welt gäbe. Gesagt getan und der Mann war sehr nett und vertraute mir sogar sein Auto an um mal den Linksverkehr zu testen. Hilfee!!!

Ja und nun weiss ich nicht wirklich wie es hier weiter gehen soll. Ich hab eüberlegt mir gleich einen Job zu suchen aber als Andre meinte das dies für mich gar kein Problem werden dürfte, da Handwerker mehr als gesucht werden, habe ich mich nun entschlossen erst einmal nach Northland zu reisen, zurück nach Auckland und mir dann Arbeit suchen.

Ja alles in allem ist es hier echt schön und dadurch das man fast nie alleine ist kommt das Heimwehgefühl gar nicht richtig auf. Gerade in der ersten Zeit ist das sehr gut ständig von Leuten umgeben zu sein. Trotzdem vermisse ich euch alle ganz arg und wäre manchmal schon gerne zuhause.

 

Haltet die Ohren steif meine Lieben!!

 

 

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